Built By Nature Weine

  • ohne Milchsäure
  • ohne Gummi Arabicum
  • ohne Eiklarschönung
  • ohne Kaliumferrocyanid Behandlung
  • ohne synthetische L- Ascorbinsäure
  • ohne Flotation
  • mit reduziertem Kupfereinsatz
  • Natürlich gereift
In Summe sind diese Verfahren gesetzlich gedeckt und üblich. Die Realität der Weinproduktion von heute hat nur ein Ziel: schnell fertige alkoholische Getränke auf den Markt zu bringen, die mit dem Können des Naturproduktes Wein fast nichts mehr gemeinsam haben. 
Alle „modernen“ Weinbehandlungen, sogenannte Schönungen, dienen in erster Linie dem Umsatz des Kellereiartikelhandels, wirklich weinverbessernde Maßnahmen können eher selten erreicht werden. Und wenn, dann auch nur in bescheidenem Ausmaß. Man kann aus unreifen, faulen, kranken Trauben oder adstringierenden Katechinen, keinesfalls, auch nicht mit diversen Mitteln, einen anspruchsstarken, ausgewogenen, guten Wein machen. Mehr zum Built by Nature Siegel lesen Sie hier.

Weingut Wagner

Bouvier "Einzigartig" 2016

Der Bouvier reif ausgebaut ist ein verloren gegangener und vergessener Schatz. Er hat leichte Muskat-Töne, ein wunderbares zartes Weinsäure-Malonsäure Verhältnis und bietet einen beschwingt trinkfreudigen Genuss.

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Informationen
 
Weingut
 
Kostnotiz
Speiseempfehlung
Anbaugebiet
 

Winzer:

Weingut Wagner

Land:

Österreich

Anbaugebiet:

Weinviertel

Rebsorten:

Bouvier

Jahrgang:

2016

Geschmack:

trocken

Alkoholgehalt:

12,5 %

Säure:

ka

Restzucker:

ka

Füllmenge:

0,75

Der Bouvier reif ausgebaut ist ein verloren gegangener und vergessener Schatz. Er hat leichte Muskat-Töne, ein wunderbares zartes Weinsäure-Malonsäure Verhältnis und bietet einen beschwingt trinkfreudigen Genuss.

Außerdem hat die Sorte Bouvier zwei zusätzliche Eigenschaften: durch die frühe Reife ist der Bouvier ideal für den Primör Wahn – um der erste Wein am Markt zu sein. Dazu wird er leider oft hingetrimmt, um Weine zu erzeugen, die angeblich schon im August konsumierbar sind. Das wird auch so angeboten, fachlich eine Unmöglichkeit. Hinzu kommt, dass sich diese Sorte auch ideal für die Erzeugung von edelsüßen Weinen wie Trockenbeerauslesen eignet.

Durch diese zwei Eigenschaften ging dieser tatsächlich edle Wein im Normalausbau am Markt verloren. Was aber der Bouvier kann, wenn er kein Jungwein sein muss, sondern normal im Gebinde bis Febuar, März reift, ist ein Genuss von seltener Größe und ein unbekannter Schatz.

Das Weingut Wagner in Leodagger ist diesen Weg gegangen und bietet einen Bouvier, der im Gebinde reifen darf – der weder ein Jungwein noch einen Wein der besonderen Leseart darstellt, sondern nur zeigt was diese Traube kann.

Weingut Wagner

Weingut Wagner

Das Weingut Wagner liegt im nördlichsten Teil des Weinviertels, im idyllischem Ort Leodagger eingebettet von Weinbergen, nahe der Weinstadt Retz. Leodagger liegt am Fuße des Manhartsberges, einem Ausläufer der Böhmischen Masse.Das Weingut Wagner verbindet die Authentizität des Weinviertels mit dem Bewusstsein idealer Grundlagen für hochwertigen Wein nach der Devise: „Lassen wir die Natur mit einer helfenden Hand arbeiten, und stören wir sie sowenig als möglich.“

Die Weine: “Harmonie mit Kanten” klingt wie ein Widerspruch, aber in den Weinen spürt man die Region – mit fruchtbetonten Noten wobei die Typizität der Sorten vom Welschriesling über den Gelben Muskateller, Rheinriesling bis zum Chardonnay reicht.

Der Winzer Roman Wagner setzte mit der Lese 2016 einen für den Österreichischen Wein besonderen Schritt. Die Sortenrarität Bouvier – die reifen darf.

Kostnotiz: Fruchtig, zarter Muskatton, leicht im Genuss.

Speisempfehlung:

Pobieren Sie Ihre eigenen Kreationen.

Weinviertel

Weinviertel

Die Last der Qualität und der Idealbedingungen für den Weinbau durch die Natur.

Wie ist das zu verstehen? Diese Region ist auch heute noch teilweise unerforscht, sie trägt die Last ihrer Möglichkeiten. Im Weinviertel kann durch die idealen Bedingungen der Natur Wein in extrem großen Massen geerntet werden. Auch früher in einer Zeit wo noch nicht der Pflanzenschutz, die Weingartentechnik, die Önologe oder das Marketing den Weinbau bestimmten. Damals gab es eigentlich im Weingarten nur die Haue und ein paar andere wenige Werkzeuge. Weingartenspitzen waren zum Beispiel etwas völlig Unbekanntes.

Im Weinviertel gibt es viele kleinen Flecken, wo die Natur Idealbedingungen bietet. Und das im großen Übermaß. Wer kennt schon den Ort Matzen? Aber dieser Ort lieferte schon vor 150 Jahren die besten Weine für den Weinmarkt im Commonwealth mit dem Zentrum London, sie wurden dort hoch prämiert und als die Besten der Welt gehandelt.

Das Problem mit der Masse bis in die 1990iger

Das Problem mit der Masse im Weinviertel entstand durch das Zerbrechen der Donaumonarchie, wo Retz der Nabel des weltweiten Weinexportes war - 38 Kilometer Keller bei nur 9 Kilometer Straßen belegen das einprägsam. Dann war ab 1945 bis 1975 Österreich ein Weinimportland - wir hatten zu wenig Wein und das arme Österreich versuchte durch Massenweinbau das Budget zu entlasten. Und welche Region bot sich dafür besonders an? Das Weinviertel. Der Staat förderte den Massenweinbau, 20 000 kg und mehr Trauben pro Hektar waren das Ziel der Institutionen. Der ehemalige Direktor der Höheren Bundeslehranstalt für Wein in Klosterneuburg, Hofrat Kronlechner, verkündete 1963 mit großem Stolz, dass es nun eine Grüner Veltliner Züchtung gab, die sicher mehr als 20 000 Kilo pro Hektar an Ernte garantierte. Die Weine der Zeit waren dünne Rauschmittel mit heute kaum vorstellbarem Geschmack. Sie waren aber ein gutes Geschäft. Zum Verständnis: damals war der Pro Kopf Verbrauch bei über 60 Liter im Jahr, heute sind es unter 30 Liter.

Im Jahre 1985 kam die Besinnung zur Qualität, aber im Weinviertel wurde 35 Jahre nur auf Masse gearbeitet. Der Umstieg von einer Generation von 35 Jahren, nahe der Lebensdauer eines Weingartens, war ein furchtbarer Prozess, der in anderen Regionen wie der Wachau oder der Thermenregion nicht so schwierig war, weil einfach die Möglichkeiten wie die des Weinviertels in diese Regionen nie so gegeben waren. Eine Tatsache die das belegt, ist die Katalogisierung der Weinregionen in der K.u.K. Welt: Retz war ein A Gebiet, die Wachau z.B. das Knechtweinbaugebiet ...

Dem Weinviertel und seinen Möglichkeiten gerecht zu werden, ist kaum möglich weil diese differenzierte Vielfalt an die Denkgrenzen des Heute stößt. Dass im Weinviertel mehr an Möglichkeiten für verschiedenste Weintypizitäten besteht als in ganz Frankreich klingt nach Schwachsinn, aber in Frankreich gibt es von Natur aus keine edelsüßen Weine. In dem Gebiet rund um Mannersdorf an der March liegt ein kleines aber extrem feines Edelsüßweingebiet, dass durch die March und die Auen bestimmt ist. Rotweine in den Sutten (Kegelförmige große Eintiefungen) in den Südhängen rund um Haugsdorf, Untermarkersdorf speichern Hitze und ergeben Rotweine von außergewöhnlicher Dichte, die früher in den gesamten Commonwealth geliefert wurden. Diese Weine waren die Lieblingsweine von Queen Viktoria und auch die offiziellen Weine des Houses of Commons (siehe Robert Schlumberger Weine der Monarchie aus 1903).

Orte wie Röschitz, Pulkau, Retz und viele weitere am Urgesteinsboden liegend liefern Riesling Juwelen. Poysdorf ist eine Region in der wieder fruchtbetonte Weine wachsen. Der Wagram, eine einzigartige, vom Löss bestimmte Hügelkette kann großartiges und das zeigt sich bei Verkostungen der letzten Jahre, dass dieses Gebiet nach über 70 Jahren an den alten Ruf des besonderen anschließt. Die Winzergenossenschaft in Großweikersdorf gehörte zu einer der besten Weinlieferanten von einst.

Seltsamkeiten - die Kaiserin Maria Theresia ließ strategisch die Weinregion der Brünnerstrasse anlegen, sie holte dazu trotz der Bayernkriege die fleißigen Parschallen (Bayern) als Arbeitskräfte.

Der Ort Hohenwarth ist berühmt für die seltene autochthone Rebsorte Rote Veltliner eine der seltsamsten ausgeprägten Sorten mit einer weltweit einzigartigen Anomalie: Der Rote Veltliner wird auf einer Schulter partiell Edelfaul d.h. er erhöht mit der Botrytys Cinerea den Extraktanteil und erhält somit seine Frische und Frucht. Es gibt noch unzählige weitere Juwelen im Weinviertel. Diese hier alle aufzuzählen ist aufgrund der Anzahl fast unmöglich.

Übrigens, für Diskussionen die Frage zu stellen "Was hat die Champagne mit Poysdorf zu tun?" erweckt schon als Frage ein gewisses Befremden. Die große Champagne und der Ort Poysdorf - da kann nichts gemeinsames sein. Aber doch, Poysdorf liegt auf dem gleichen Breitengrad wie die Champagne, nur etwas südlicher. Dass Poysdorf den Trauben-Weinlieferant für österreichische Sekte darstellt, ist kaum ein Zufall.

Für uns als Georgssalon stellt das Weinviertel in seiner Vielfalt eine Schatzkammer dar, die wir ständig ausloten.

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