Built By Nature Weine

  • ohne Milchsäure
  • ohne Gummi Arabicum
  • ohne Eiklarschönung
  • ohne Kaliumferrocyanid Behandlung
  • ohne synthetische L- Ascorbinsäure
  • ohne Flotation
  • mit reduziertem Kupfereinsatz
  • Natürlich gereift
In Summe sind diese Verfahren gesetzlich gedeckt und üblich. Die Realität der Weinproduktion von heute hat nur ein Ziel: schnell fertige alkoholische Getränke auf den Markt zu bringen, die mit dem Können des Naturproduktes Wein fast nichts mehr gemeinsam haben. 
Alle „modernen“ Weinbehandlungen, sogenannte Schönungen, dienen in erster Linie dem Umsatz des Kellereiartikelhandels, wirklich weinverbessernde Maßnahmen können eher selten erreicht werden. Und wenn, dann auch nur in bescheidenem Ausmaß. Man kann aus unreifen, faulen, kranken Trauben oder adstringierenden Katechinen, keinesfalls, auch nicht mit diversen Mitteln, einen anspruchsstarken, ausgewogenen, guten Wein machen.
 
Mehr zu Built by Nature finden Sie direkt auf der Website von Built by Nature https://www.builtbynature.at/

Weingut Andreas Muhr

Ried Stixbergen Carnuntum DAC 2018

Ein Zweigelt mit der Handwerkskunst eines ungewöhnlichen Winzers, der bewusst, auf nicht einmal fünf Hektar Weingarten, akribisch nur nach der Natur und mit Langmut reifen lässt.

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Informationen
 
Weingut
 
Kostnotiz
Speiseempfehlung
Anbaugebiet
 

Winzer:

Weingut Andreas Muhr

Land:

Österreich

Anbaugebiet:

Carnuntum

Rebsorten:

Zweigelt

Jahrgang:

2018

Geschmack:

trocken

Alkoholgehalt:

14 %

Säure:

ka

Restzucker:

ka

Füllmenge:

0,75

Ein Zweigelt mit der Handwerkskunst eines ungewöhnlichen Winzers, der bewusst, auf nicht einmal fünf Hektar Weingarten, akribisch nur nach der Natur und mit Langmut reifen lässt.

Sein Zweigelt – ein Meisterstück; „Reife Weichselfrucht mit zarten dunklen Himbeer- und Brombeernoten bleibt lange und lebendig am Gaumen haften“. Das wäre die übliche Beschreibung eines beachtlichen Weines. Aber die Zweigelts von Muhr haben einen enormen Mehrwert an Gaumengenuss, denn sie entsprechen nicht dem Mainstream der einheitlichen Beurteilungskriterien; Muhr fängt die Terroir-Noten des Standorts ein, die zarte Salzhaltigkeit, die dieses kleine besondere Terroir auszeichnet, rundet die Impressionen am Gaumen im Abgang zu einem ganz seltenen Erlebnis ab!



Andreas Muhr

Der jugendliche Winzer Andreas Muhr hat einen erstaunlichen Lebensweg genommen. Sein Ziel war von Kindheit an der Weinbau, nicht unbedingt mit dem Ziel ein Winzer zu werden, sondern der Weingarten, die Natur und das Leben rund um die Rebe waren sein Freizeithobby. Durch die spätere schulische Ausbildung an der Weinbauschule Krems ergab sich aber dann ein besonderes Wein „Weltbild“. Muhr begann dann in einem bekannten Weinbaubetrieb zu arbeiten und wurde zum verantwortlichen, erfolgreichen Kellermeister – „Winemaker“. Seine Arbeit war es, hochwertige, große Weine mit der Technologie von heute und den Ansprüchen des Genießers herzustellen.

Ein erfolgreicher Weg. Aber er stammt aus Stixneusidel, ein Ort mit einer ganz eigenen Geschichte. Als die Orte Göttlesbrunn, Arbesthal und Bruck noch aus reiner Landwirtschaft bestanden, war der kleine Ort Stixneusiedle eine Weinoase im landwirtschaftlichem Umfeld. Der Ort mit seinem speziellen Böden und Mikroklima wurde zum Lieferant besonderer Weine für den Adel und Klerus. Es ist heute längst vergessen, dass dort das einzigartige Königstreffen mit Maximilian dem I., König Sigismund von Polen und Ladislaus dem 2. von Böhmen und Ungarn stattfand. Der Ort galt damals als etwas Besonderes.

Die Grundlage war der außergewöhnliche Wein. Nur die Weingartenfläche des Ortes ist sehr klein und der Arbeitsaufwand in den Rieden aufwendig – der Ruf verlor sich. Aber Muhr wusste um die Möglichkeiten und erwarb neben seiner Tätigkeit im Weingutsbetreib kleine Weingärten und sammelte diese über längere Zeiträume. Er begann in ganz kleinen Strukturen mit einfachsten Mitteln die Trauben zu Keltern. Aus Interesse reichte er einen dieser Weine für den Salon Österreichsicher Weine ein – dieser war gleich Salonsieger. Das führte zu dem Gedanken: ich werde Kleinwinzer – mit fast vergessenen Regeln die die Natur bestimmen. Was hießt das? Seine Betriebsgrößen mit ca 5 Hektar sind eine unwirtschaftliche Größe, ausgenommen in der Wachau. Aber es ist die Maximalgröße, um sich wirklich um jeden Stock und fast jede Traube kümmern zu können und das beste Umfeld für die Trauben zu bieten.

Sein gelebtes Credo 95 % der Arbeit bestimmt der Weingarten – die restlichen 5 % des Werdens des Weines der Keller. Sein Ziel ist es, das Terroir, das den Ort einst als besonders erscheinen ließ, „einzufangen“ – diese zarten Salztöne und auch den Jahrgang als Spiegel des Jahres mit seinen Variationen im Weinglas erleben zu können. Die Weine zeigen es auch – was an Individualität und Weinerlebnis möglich ist.

Eine guten Job im Weinbau zu verlassen und als Kleinwinzer einen völlig anderen Weg zu gehen ist mutig – wobei die Ergebnisse von Andreas Muhr seine Reise bestätigen.

Kostnotiz: Reife Weichselfrucht mit zarten dunklen Himbeer- und Brombeernoten bleibt lange und lebendig am Gaumen haften

Speisempfehlung:

Pobieren Sie Ihre eigenen Kreationen.

Carnuntum

Ein verkannte Größe der Weinkultur und des Genusses!

Klar, den Name Carnuntum assoziiert man sofort mit den alten Römern - die ja sogar auf der Homepage von Carnuntum als die Väter des Weinbaues dargestellt werden. Dabei ist die Weinkultur in unserem Raum seit der Bronzezeit bewiesen (Situla) - dazu ein Hinweis: Nicht allzu weit entfernt von Carnuntum ist der älteste Sortenweinbau Mitteleuropas mit den Sortenfamilien Weißburgunder und Sylvaner wissenschaftlich belegt!

Die Verdienste der Römer liegen ausschließlich in einen Ordnungssystem – denn die autochthonen Sorten Österreichs wie obige oder auch der Rote Veltliner sind wesentlich älter. Von einer Sorte der Steiermark wissen wir, dass Sie illyrischen Ursprungs ist - also von jenen, die erst den Bogen in die Baukunst des alten Roms brachten..!

Wesentlich aus der Römerzeit ist allerdings die Beschreibung des Weines und des Weinbaues, die Vergleiche mit den Weinen von Vindobona und Italien. Diese zeigen eine besondere Stellung der Region.  Gerade die Region Carnuntum bietet eine Vielfalt an höchst differenzierten klima- und bodenbedingten Grundlagen für den hochwertigen Weinbau.

Dazu ein Beispiel: In Stixneusiedl, nur einen Steinwurf weit von Göttlesbrunn entfernt, herrscht schon eine völlig andere Weinwelt - mit zarten Salznoten, ein herrlicher Genuss! Vier oder fünf Kilometer weiter, in Göttlesbrunn wieder eine völlig andere Genusswelt - mit herrlichen Fruchtnoten in beachtlichen Weißweinen. Und - obwohl das Weinviertel den Grünen Veltliner „gepachtet“ hat - die Grünen Veltliner aus Carnuntum sind wahrlich ein Erlebnis an Fruchtreife - für so manche Weinliebhaber sogar die besten Grünen Veltliner Österreichs. Die Rotweine dagegen zeigen Dichte mit hoher Reife, sind aber niemals „pappig“ und  nur selten alkohollastig; es sind durchaus „andere“ Rotweine als anderswo!

Wie ist das zu verstehen? Im Vergleich von einem großen Rotwein z.B. aus Deutschkreuz mit einen ebenso großen Rotwein aus der Region Carnuntum erlebt man zwei völlig verschiedene Weine - und trotzdem bestechen beide mit besonderer Güte!

Die Region Carnuntum ist eine kleine Schatzkammer mit nur ca. 800 Hektar Weingärten, dominierend sind Orte wie Göttlesbrunn, Bruck oder Arbesthal aber auch viele kleine Orte wie Fischamend und Gebiete rund um Hainburg, Petronell usw. sind ein Erlebnis wert -  allerdings eignen sich viele der Touristenheurigen rund um die Römerstadt auf der Suche nach einem speziellen Weinerlebnis wenig.

Mit dem Carnuntum DAC, bestehend aus Chardonnay, Weißburgunder, Grünem Veltliner, sowie Zweigelt und Blaufränkisch, hat man die üblichen bekannten Sorten fast aller DACs in ein diffuses Bild gefügt – DAC heißt 'um die Qualität bemühen' und 'ein einheitliches Geschmacksbild formen'. Seltene Terroirnoten oder Jahrgangstöne finden in diesem System keinen Platz, was aber für diese Region der Schwerpunkt wäre.

Ein Tip: In Göttlesbrunn gibt es einen weltweit einzigartigen Weingarten auf wissenschaftlicher Basis; er wurde nach den Angaben im Alten und Neuen Testament mit 1000 Maulbeerbäumen mit einer Urrebe in ähnlichem Klima wie am Berg Hebron angelegt. Empfehlung dazu: Das Buch von Dr. mult. Univ. Prof. Anton Burger "Wein nach der Bibel": Dr. Burger hat hier auf 300 Seiten ausschließlich die Bibelstellen mit Weinbezug gesammelt – und zeigt, wie modern der Weinbau bereits im Alten Testament war - mit Bewässerung, hohen ökologischen Ansprüchen, Vinfizierung, etc.

Carnuntum - eine Reise wert!

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