Welcher Wein ist richtig ?

Welcher Wein ist richtig?

Ganz einfach, der Wein der Ihnen am besten schmeckt - die Vorgaben der Gurus können ein Richtwert sein, aber nicht  mehr. Die althergebrachten Regelung wie Rotwein zu dunklem Fleisch sind nicht ganz von der Hand zu weisen, es kommt hier aber auch stark auf die Zubereitungsart, wie auch die Saucen an. Außerdem gibt es herrliche Weißweine, die perfekt etwa zu Wild passen. Das gleiche beim Fisch: Zander und ein leichter Rotwein harmonieren beispielsweise bestens. Weitere Informationen finden sie hierzu zum Beispiel auf der Österreichischen Wein Marketing Seite http://www.oesterreichwein.at unter der Rubrik Wein und Essen. Nur, diese Vorschreibungen müssen in keinem Fall zu hundert Prozent stimmen, denn nur Sie bestimmen was Ihnen am besten zusagt.

Die Meinung der „Weinexperten“
In der Welt des Weines ist es so, dass einige Leute vorgeben was gut ist und richtig - wo gibt  es das bei anderen Lebensmitteln wie Fruchtsäften, Bier usw.?  Wer beschreibt hier wie der Fruchtsaft zu schmecken hat und wozu er passt. Die Bevormundung des Genießers gibt es nur bei Weinen - warum eigentlich? Sicher, über 9000 Österreicher füllen den Wein in Flaschen und weltweit gibt es eine Unsumme von verschiedensten Weinen, die für den Konsumenten natürlich unübersichtlich sind. Gott sei Dank ist Wein bis auf die Weine der neuen Weinwelt noch immer ein individuelles Getränk. Also macht Vorkosten doch Sinn, allerdings nicht mit den weinüblichen Worthülsen - wie „Tennisplatz-Ton“, nach „nassem Hundefell“ (!) usw., wo Kompetenz in nicht nachvollziehbare oder schwer nachvollziehbare Vergleiche gebracht wird - es würde genügen die Bezeichnungen herb, restsüß, vollmundig, fruchtbetont, mit Holznoten, oder Süßwein zu verwenden, vielleicht noch die ein oder andere Frucht, aber wo sollen die ganzen Exotika im österreichischen Wein herrühren?  

Gut beraten ist man auf dem Weg zum „Weinauskenner“, wenn man sich mit den Qualitätsstufen befasst. Früher wurde dies auch die „Zuckerpyramide“ genannt, die Einheit KMW, die Klosterneuburger Mostwaage, gibt die Dichte des Weines, abhängig vom Zuckeranteil (Hochrechnung Zuckeranteil) in Gewichtsprozent an:

Wein ohne Herkunft

Mindestens 10,6° KMW

Landwein

Mindestens 14° KMW

Qualitätswein/herkunftstypischer Qualitätswein (DAC)

Mindestens 15° KMW. Die Trauben nur aus zugelassenen Qualitätsrebsorten - dürfen nur aus einem Weinbaugebiet kommen.

Kabinett(wein)

Mindestens 17° KMW, keine Aufbesserung (Chaptalisierung) oder Süßreserve erlaubt.

Prädikatsweine (Spätlese bis TBA, Eiswein und Strohwein)

Prädikatswein ist Qualitätswein besonderer Reife und Leseart und unterscheidet sich von diesem durch zusätzliche Bestimmungen: Weder dem Traubensaft noch dem Wein darf Zucker, Traubenmost, Traubensaft oder Traubendicksaft zur Aufbesserung oder Süßung zugesetzt werden. Das Lesegut muss den amtlichen Mostwägern vorgeführt werden, der Mindestalkoholgehalt beträgt 5 % vol.

  • Spätlese: Mostgewicht mindesten 19° KMW, aus vollreif geernteten Trauben
  • Auslese: ab 21° KMW, ausschließlich aus sorgfältig ausgelesenen Trauben
  • Beerenauslese (BA): ab 25° KMW, aus überreifen und/oder edelfaulen Beeren
  • Ausbruch: ab 27° KMW, ausschließlich aus edelfaulen oder auf natürliche Weise eingetrockneten Beeren
  • Trockenbeerenauslese (TBA): ab 30° KMW, aus größtenteils edelfaulen, extrem eingeschrumpften Beeren
  • Eiswein: ab 25 KMW, die Trauben werden in natürlich gefrorenem Zustand gelesen und gepresst
  • Strohwein/Schilfwein: ab 25° KMW, aus mindestens 3 Monate lang auf Stroh oder Schilf gelagerten oder an Schnüren luftgetrockneten Beeren

    (Quelle:  http://www.oesterreichwein.at)

 

Sepp Baldrian

 

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