Einzigartig: Neuburger Terroir und Raritäten Wine Tasting

Ist der Begriff Terroir - eine Fiktion oder Realität?
 
Diese Frage stellen wir am 8. Februar bei einer Verkostung zur Diskussion. 
Ein in Österreich einmaliges Experiment: 4 Neuburger aus 4 Lagen - aus einem kleinräumigen Weinbaugebiet - stellen sich zur Beurteilung.
 
Kann man Terroir tatsächlich schmecken?
Hat der Boden, die Lage oder das Microklima tatsächlich Einfluss?
 
Das Experiment - ist extrem auf subtile Voraussetzungen  angelegt. Denn zwischen Krems und Gols oder Baden und Gamlitz usw., herrschen bereits im Voraus eklatante Unterschiede.
Deshalb haben wir 4 Neuburger, die aus einem kleinen Weinbaugebiet und zwar in Perchtoldsdorf bei Wien liegen, zur „Terroir Verkostung.“ Die Lagen liegen nur einen "Steinwurf" voneinander entfernt. 
Dafür einen ganz herzlichen Dank an den Winzer Georg Sommerbauer (http://www.georg-sommerbauer.at/),  der jede Lage akribisch gelesen hat, jeden einzelnen Most gleich behandelt hat und die Weinwerdung mit absolut gleichen Prozessen durchgeführt hat.
 
Die Verkostung erfolgt im Rahmen einer ausgewählten Jury nach dem 20 Punkte Bewertungssystem System. Die Ergebnisse folgen.
 
Die Lagen
 
Riede Falschen
Schluffiger Lehm mit mittlerem Sandgehalt überdeckt eine dicke Schicht von Ton und Tegel aus Meeressedimenten. Der Boden ist tiefgründig und wechselfeucht. Die Humusauflage ist ein mittlerer Mull, der Hang ist nach Südsüdost geneigt. Die Anlage knapp 50 Jahre alt
 
Riede Winterhagenau 1 & 2
Kalkschiefer überdeckt von Ton und Mull. Mittelgründig und wechselfeucht neigt sich dieser doch kalkhältige Grund nach Nordnordwest. Ein Garten ist etwa 25, der andere 35 Jahre bestockt. Der Erntezeitpunkt ist im Reifezeitpunkt unterschiedlich und ist zumeist mit 2-3 Wochen Abstand, gewählt.
 
Riede Sommerhagenau
Der Gegenhang zur Winterhagenau ist stark kalkhältig. Auf einem Kalkschiefer-Fundament liegt Lockersediment und Braunerde. Mittelgründig und wechselfeucht, mit einer Humusschicht von Mull, ist der Weingarten Südsüdost exponiert. Auch diese Anlage ist mit ihren circa 35 Jahren bereits „erwachsen“.
 
Riede Hochberg
Beinahe im Zentrum von Perchtoldsdorf haben sich auf einem Massiv von Kalksandstein Lagen von Lehm und Ton abgelagert. Der hohe Kalkgehalt und der mäßig trockene Boden prägen diese Lage. Der Weingarten wurde 2016 neu Ausgesetzt und hängt nach Ostsüdost. Der mittelgründige Boden ist von einer eher dünnen Humusschicht aus Mull bedeckt.
 
Um ein schlüssiges Bild zu liefern, wurde der Erntezeitpunkt aufgrund unterschiedlicher Reife so gewählt, das alle Weine eine ähnliche Reife hatten.
 
Weinraritäten zum Verkosten

Auch für uns gibt es immer wieder Weine die unvergleichbar sind. Seltene Juwele von gewaltiger Impression. Bei dieser Verkostung noch dabei ein:

Furmint: Eine Sorte die heute aus jeder Diskussion ist, aber eine der edelsten und wertvollsten Sorten der Alten Welt darstellt.

Königsast (Feteasca Regala): Für dessen Genuss wurde früher ein eigenes Trinkglas mit Deckel verwendet, um den Aromen gerecht zu werden.

Rosenmuskateller: Auch eine sehr seltene Sorte die aufgrund der Aufwändigkeit nur selten kultiviert wird. Vor allem als Süßwein ausgebaut. Wir verkosten den Rosenmuskateller in Form eines Schaumweines.

Rotgipfler: Der Wein der Prälaten.

Grüner Sylvaner: Der Sylvaner gehört zu den ältesten autochthonen Rebsorten Österreichs! Ein autochthones Musterbeispiel. In Zagersdorf fand man in einem Hügelgrab 2600 Jahr alte Sylvaner Traubenkerne.

Feteasca Neagra: Eine der außergewöhnlichsten Rotweinsorten der Welt. Die weichen Töne von frisch gebackenem Brot, Weinblättern und Pflaumen werden komplettiert durch dazugehörige Tannintöne neuer Eiche.

Der Illyrer 1875: Der Illyrer ist ein Schilcher in seiner Urform nach der Beschreibung der Gebrüder Goethe aus 1875. Ein herb fruchtiger außergewöhnlicher Wein der mit nichts auf der Welt zu vergleichen ist.

und weitere wie Riesling, Morillon, Malbec, Zweigelt

Und zum Abschluss rundet ein 25 Jahre alter Reifer Weisswein die Verkostung ab.

Ort: Klagenfurt

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