Weingut Mayer am Pfarrplatz

Wiener Gemischter Satz DAC Nussberg 2016

Der Wiener Gemischte Satz. Tradition für edelste Weine in Wien.
92 Falstaff Punkte 2017
Landessieger "Wiener Gemischter Satz DAC-Lagen" 2017

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Informationen
 
Weingut
 
Kostnotiz
Speiseempfehlung
Anbaugebiet
 

Winzer:

Weingut Mayer am Pfarrplatz

Land:

Österreich

Anbaugebiet:

Wien

Rebsorten:

Gemischter Satz

Jahrgang:

2016

Geschmack:

trocken

Alkoholgehalt:

13,5 %

Säure:

6,6 g/l

Restzucker:

4,4 g/l

Füllmenge:

0,75

Der Wiener Nussberg zählt zu den besten und geologisch interessantesten Lagen Österreichs. Die Südausrichtung und die Hangneigung garantieren ideale Sonneneinstrahlung und hohe Reife. Die Donau und der Wienerwald sorgen (besonders nachts) für einen kühlen Ausgleich. Aufgrund des Urmeers weisen die Böden am Nussberg einen extrem hohen Muschelkalkgehalt auf, der sich in den Weinen widerspeigelt.

Dieser ausgewählte Wiener Gemischter Satz wird von Hand aus einer Einzellage am Wiener Nussberg gelesen. Die Sorten Grüner Veltliner, Riesling, Rotgipfler und Zierfandler wachsen gemeinsam in einem Weingarten und werden an selben Tag zusammen geerntet,gepresst und vergoren. Die durch die verschiedenen Trauben entstehende Aromatik ist sehr komplex und äußerst vielschichtig.

92 Falstaff Punkte 2017
Landessieger "Wiener Gemischter Satz DAC-Lagen" 2017




Weingut Mayer am Pfarrplatz

Weingut Franz-Michael Mayer
Das traditionsreiche Weingut Mayer am Pfarrplatz, der Inbegriff Wiener Heurigenkultur keltert seit 1683 in Heiligenstadt besten Wiener Wein.
Bekannt und berühmt ist das Weingut für seinen Klassiker, dem „Wiener Gemischten Satz.
Auch Riesling hat für das Weingut einen sehr hohen Stellenwert, so werden aus den besten Rieden wie Alsegg oder Preussen am Wiener Nussberg faszinierende Weine gekeltert- sie bestechen durch Eleganz und Mineralik.
 
Unzählige Auszeichnungen und Prämierungen bei nationalen und internationalen Weinwettbewerben unterstreichen die hohe Qualität der Weine aus dem Haus Mayer am Pfarrplatz.

Kostnotiz: Der Wein präsentiert sich sehr duftig und aromatisch. In der Nase Anklänge von Mandarinen und rotem Pfirsich. Druckvoll und Salz-mineralisch am Gaumen. Trotz der Kraft elegant und enorm vielschichtig.

Speisempfehlung: Harmoniert hervorragend mit gergrilltem oder gebratenen Fisch wie Forelle, Saibling oder Lachs. Passt auch sehr gut zu Antipasti, insbesondere mit Salami oder Mortadella.

Pobieren Sie Ihre eigenen Kreationen.

Wien und der Wein

Weinanbaugebiet

"Wien und der Wein, das muss ein Stück vom Himmel sein.“

Die Realität: Langsam geht die Sonne über der trüben Weinwelt wieder auf.  Die Weinbaufläche von Wien mit  637 Hektar ist im Verhältnis zu Betrieben in Südafrika, Kalifornien, Chile, Rumänien oder den großen Gütern in Frankreich und Italien eine eher kleine bis mittlere Betriebsgröße. Die kleine Weinwelt Wien ist aber eine der faszinierendsten und vielfältigsten von der man im Grunde nur sehr wenig weiß.

Die Vielfältigkeit: In Kalksburg, Rodaun und Mauer überwiegt eine typische Thermenregion-Typizität. In Grinzing, Sievering, Nussdorf und rund um den Kahlenberg herrscht das Klima eines Flusstales wie in der Wachau. Beim gegenüber liegenden Bisamberg mit Jedlersdorf, Stammersdorf und Strebersdorf findet man ein spezielles Mikroklima das vom Marchfeld beeinflusst und geprägt wird.

Ein Geheimnis: Kann es einen vom pannonischen Klima geprägten Wiener Wein geben? „Unfug“?

Über dem Wiener Wein schwebte durch Jahrzehnte in Grinzing und Sievering das Damoklesschwert "Heuriger" über allem. Mit dem Aufkommen des Tourismus wurde der legendäre Weinort Grinzing  zum Muss. Findige Wirte hängten einen grünen Buschen vor die Tür, richteten sich heurigenmäßig ein, kauften in den hintersten Winkel der österreichischen Weinbaugebiete "Weine " um 2,- bis 3,- Schillinge pro Liter und verkauften dieses Gebräu um 10 Schillinge pro Glas. Es entstanden so "Heurige" um "Heurige". Die Busse brachten "einmal" Gäste aus aller Welt und das Geschäft lief.

Jeder, auch aus den Bundesländern, der je bei einem dieser verkappten Wirte - die sich Heurigen nannten - ein Glas trank, hatte für lange genug. Die angestammten Winzer waren dieser Entwicklung hilflos ausgeliefert, denn in Wien Wein zu produzieren ist eine Sysiphus Aufgabe - fahren Sie einmal mit einem Traktor in der  Stadt - viel nettes hört man dabei nicht. Dann die nötigen Hilfen im Weingarten. In Wien in diesen kleinen Flächen und manchmal sehr schwierigen Weinbergen ist die Produktion ein vielfaches teurer, als in den üblichen Weinbaugebieten von Niederösterreich und dem Burgenland.

Die "Wiener" flüchteten nach Groß Jedlersdorf, Stammersdorf, Strebersdorf und Perchtoldsdorf zu den kleinen Winzern, die noch in den weniger berühmten Gebieten gute Weine angeboten hatten. Ein Monument des Positiven war der Mayer am Pfarrplatz und der Hengl Haselbrunner in der Iglaseegasse. Aber dem einen ging es wirtschaftlich nicht gut, dem anderen umbaute die Stadt seinen Heurigengarten mit Siedlungshäusern die sich dann über den Lärm aufregten und mehr an Stärke hatten, als der seit Jahrhunderten ansässige Betrieb. Um 8 Uhr Abends musste Stille im Garten sein. Ein weiteres Problem für den Wiener Wein: Die Gründe rund um die Weingärten gehören heute zu den begehrtesten der Stadt. Extrem gut Situierte (aus Kunst, Wirtschaft, Politik) kaufen sich ein und fühlen sich dann durch die Weingartenarbeit, Traktorlärm, die Lese, und den Pflanzenschutz gestört. Für diese "Mächtigen" erscheint die Exekutive prompt und setzt Maßnahmen.

Im Jahre 1985 begann in Strebersdorf eine Renaissance. Ein gewisser Preyer in der Amtsstraße ließ die Weinwelt erstaunen, als er in Bordeaux einen der besten Weine der Welt stellte. Junge Winzer, wie Wieninger oder Christ ließen damals aufhorchen - in Wien gab es so tolle Weine. Trotz allem fehlte ein Leader, wie Hirzberger in der Wachau, Igler und Gsellman im Blaufränkischland oder Heinrich in Gols.

Aber dann - ein weißer Ritter aus dem Kärntnerland kaufte sich ein Häuschen in den wunderschönen Weingärten des 19. Bezirks - ein paar Rebstöcke gehörten dazu - was tun? Ein tüchtiger Winzer kelterte die Weine und zum Erstaunen, insbesondere des Kärntners, waren sie extrem gut - heute mit 70 Hektar Weingarten und dem Kauf des Mayer am Pfarrplatzes ist er dieser Leader. Und ganz erstaunlicherweise war sein Wein der erste, der in China wegen seiner hohen Wertigkeit kopiert wurde. Mit dieser Sogwirkung entstand ein neues Bild der Wiener Weine. Der Wiener Gemischte Satz, die Spezialität der großen Wiener Weine von einst wurde zur Marke.

Hinzu kam, dass die Stadt Wien ein Weingut am Kahlenberg seit urdenklichen Zeiten hat. Der ehemalige Wiener Bürgermeister Zilk, der dem " guten" aufgeschlossen war, belebte es. Sein Nachfolger Bürgermeister Häupl, dem man nachsagt leicht (?) Wein affin zu sein restaurierte es auf den letzten Stand der Möglichkeiten und ein gutes Team schafft dort Weine von Weltruf.

Heute bietet Wien bei unzähligen Heurigen, sei es in den Randgebieten wie Rodaun, Mauer oder in Groß Jedlersdorf, Stammersdorf, Strebersdorf, Nussdorf und im Handel nicht nur in Österreich, großartige Weine aus der „Stadt“.

Das oben angesprochene Geheimnis von Wien sind die Heurigen im 10. Bezirk. Hier herrscht das erwähnte pannonische Klima, im Schnittbild zur Thermenregion, einzigartig. Und hinzu kommt, Fremde verirrten sich damals wie heute nie in den 10. Bezirk. Da ein Gast in Business Kleidung, daneben einer in Arbeitsmontur von der Baustelle kommend - der Heurige in seiner Urform, mit Weinen die einfach Freude bereiten.

Im Wiener Weinbau finden sich Schätze wie ein Semillon. Eigentlich nichts neues, denn es gibt Leseaufzeichungen von 1892 aus Wien über diese Sorte. Rieslinge von höchster Qualität und "entern Wasser", das heißt über der Donau, tolle Rotweine mit Dichte und Fülle. Übrigens: Der Wiener Gemischte Satz war nie ein Zufallsprodukt, sondern er wurde akribisch entwickelt. Robert Schlumberger schrieb in seinem Buch „Der Weinhandel in der Monarchie“ aus 1903 wie die Typen dafür zusammengesetzt sein sollten - der Muskat Sylvaner nimmt hier eine besondere Stellung ein (Muskat Sylvaner = Saugvignon blanc).

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