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Grande Reserve Ried Frauenfeld…

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Grande Reserve Ried Frauenfeld 2018

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Vorweg: Es gibt Weine, bei denen Worte nicht reichen, um dem Wein gerecht zu werden. Die Grand Reserve Ried Frauenfeld  zeigt, dass die historische Zuordnung des Steinfeldes zu einem der besten Rotweingebiete der alten Welt, zu recht bestand. Der Wein kann mit den großen Frankreichs mithalten oder diese sogar übertreffen. Das besondere Terroir wird im Glas erlebbar.

29 vorrätig

trocken | 0,75l | 13,5 %

Beschreibung

Vorweg: Es gibt Weine, bei denen Worte nicht reichen, um dem Wein gerecht zu werden. 

Duft: Dieser Wein hat einen Duft im Glas mit dem Ausdruck nach frischen Wiesendüften. Bei diesem Wein ist eine so harmonische Vielfalt erkennbar, dass ein „rein riechen“ nur so ansatzweise in Worten dargestellt werden kann. Ein Duft, der Träume erweckt – sauber und ohne Kanten.

Der erste Schluck: Der Duft zieht sich vom Charakter her im Geschmack am Gaumen weiter. Eine Fülle von Impressionen die aber eine Einheit bilden. Ein kräftig strukturierter Wein, der am Gaumen und Abgang mit dem Herzkirschton, die Krönung des Weines und des Winzerkönnens, die Natur widerspiegelt. Die üblichen Geschmacksparameter wie Brombeere oder Schwarze Johannisbeere sind bei diesem Wein  wohl angebracht, aber es ist mehr an Vielfalt  und Harmonie, als es diese Termini aussagen.

Gesamteindruck: Die Grand Reserve Ried Frauenfeld  zeigt, dass die historische Zuordnung des Steinfeldes zu einem der besten Rotweingebiete der alten Welt, zu recht bestand. Der Wein kann mit den großen Frankreichs mithalten oder diese sogar übertreffen. Das besondere Terroir wird im Glas erlebbar.

Kolorit: Die Steinfeld Weine hatten  in der K.u.K. Monarchie mit Ungarn, Teilen von Rumänien und dem Friaul eine Sonderstellung. Selbst Sorten die als B Sorten katalogisiert wurden reiften in Steinfeld zu A Sorten wenn sie dort standen. Das Steinfeld besteht zum Unterschied von den üblichen Weingartenböden aus Schwemmland mit hohem Kalkgehalt. Ein „heißer“ Boden der große Reife sichert. Sozusagen zwingt das Terroir die Reben zu besonderen Leistungen.  Die Riede Frauenfeld gehört zu den besten Rieden des Steinfelds, deshalb wurde sie nach der Reblaus wieder als erste neu besetzt.

Zöchling produziert die Grand Reserve nur in jenen Jahren, wo die Natur zu 100% ein perfektes Ergebnis sichert. Nach 3 Jahren erreichte der Wein, der 24 Monate im Eichenfass reifte, seine Füllreife. Die Flaschen darf aber auch noch Reifen. Der Wein hat ein extremes Lagerpotential.

Zusätzliche Informationen

Gewicht 1 kg
Weingut Dr. Zöchling

Dr. Alfred Zöchling

Alfred betreut das Familienweingut in Tattendorf mit Rebgärten in den historisch großen Lagen von einst. Seine Produktionsart ist absolut nach der Natur ausgerichtet, mit den Faktoren Pflege, Zeit und Mühe. Ein Bilderbuchweinbau von gestern, besser von vorgestern oder wie es heute noch in Bordeaux bei den großen Gewächsen üblich ist. Der Weinbau und die Kelterung von Alfred stehen im krassen Gegensatz zu der Entwicklung der schnellen auf den Massengeschmack hin getrimmten Weine. Ein „Gestriger“?

Dr. Alfred Zöchling ist als Mikrobiologe in der Forschung tätig. Mikrobiologie ist eine der komplexesten Wissenschaften. Ein dynamisch jugendlicher Wissenschaftler, der in der schwierigsten Problemstellung der Zeit tätig ist, produziert im Gegensatz dazu ganz große Weine nach den uralten Prinzipien von gestern. Es gibt dazu auch einen Grund. DI Dr. Zöchling hat mit DI Eder, Direktor der HLBA Klosterneuburg, eine umfassend richtungweisende, große, wissenschaftliche Arbeit über Weininhaltsstoffe verfasst. Darin wurden Wirkung und der gesundheitliche Aspekt von Wein bearbeitet. Google empfiehlt sich hier als Informationsquelle. Eingabe: Alfred Zöchling Polyphenole – und man tritt in die Welt der globalen Forschungen ein. In seinen wissenschaftlichen Arbeiten ist unter anderem zum Nachlesen, dass Flavonoid Kaempferol für die Mehrheit der östrogenen Aktivität in Rotwein verantwortlich ist. Es steht aber noch vieles mehr in dieser Forschungsarbeit drin.

DI Dr. Zöchling hat mit DI Eder, Direktor der HLBA Klosterneuburg, eine umfassend richtungweisende, große, wissenschaftliche Arbeit über Weininhaltsstoffe verfasst. Darin wurden Wirkung und der gesundheitliche Aspekt von Wein bearbeitet

Schon als Kind, bei der Mithilfe in den Weingärten der Eltern, faszinierte ihn diese Welt. Der Besuch der Höheren Bundeslehranstalt für Obst- und Weinbau in Klosterneuburg war ein logischer Schritt.

Zurück zu Alfred dem Winzer. Der Weinbau und der Wein ist der Grund seines Werdeganges. Schon als Kind, bei der Mithilfe in den Weingärten der Eltern, faszinierte ihn diese Welt. Der Besuch der Höheren Bundeslehranstalt für Obst- und Weinbau in Klosterneuburg war ein logischer Schritt. Der Durst nach einem Mehr an Wissen führte zur universitären Ausbildung. Es hat klare Gründe, einen Wein nach den Regeln der Natur reifen und dem Wein in der Entwicklung seinen Weg gehen zu lassen. Da kann es durchaus zu Zeiträumen von 3 bis 4 Jahren bis zur Genussreife kommen. Alfred möchte Weine bieten, die leben, in der Flasche weiter reifen dürfen und über Jahrzehnte Genussfreude vermitteln.  Mit Sorten zu experimentieren, wie einen Rheinriesling in dem besonderen Weinbaugebiet des Steinfeldes zu kultivieren, ergab einen erstaunlich anderen aber herrlichen Genuss. Die exklusiven Rotwein Cuvées von der Urriede Frauenfeld und auch alle anderen Weine von ihm drücken den Jahrgang und das Terroir aus.

Zum Schluss: Mit seinem Lebensweg und den Erfolgen in der Forschung ist es trotzdem sein Lebensziel Vollerwerbswinzer zu werden. Es ist kaum fassbar, aber es ist so. Seine Weinbauart ist auf maximal 6 bis 7 Hektar möglich, denn sie besteht aus purer Handarbeit und Pflege jedes einzelnen Stockes – mehr geht kaum. Im Keller liegen die Weine mit teilweise jahrelanger Reifung und entsprechen nicht dem Mainstream. Sie bieten große Erlebnisse, aber dieser Weg ist mühsam. DI Dr. Alfred Zöchling machte aus einem sehr guten Weinbaubetrieb, einen Weinbaubetrieb der sich ausnahmslos auf die Möglichkeiten, welche die Natur bietet, stützt. Es ist ein zäher Weg, der aber auf Sicht mit Sicherheit zum Erfolg führt. Die schwierigen und aufwendigen Regeln der Marke Built by Nature sind bei ihm gelebter Standard.

Anbaugebiet Thermenregion

Thermenregion

Ein Mosaik ohne Vergleich, dass durchaus weltweit so gesehen werden kann. Beginnend im Steinfeld rund um die Gemeinden Tattendorf und Teesdorf. Bis 1918 gehörten die Weine aus diesem Gebiet laut Kataster immer zu A Sorten die in anderen Regionen sonst als B Sorten bezeichnet und qualifiziert wurden. Konkret hier zu nennen wäre der Blaue Portugieser. Stand er im Steinfeld war er eine A Sorte – in allem anderen Gebieten der Monarchie war er eine B Sorte. Der besondere Boden und das Mikroklima lässt bestimmte Sorten einzigartig werden und die Natur lässt auf den kargen Böden nur sehr geringe Ernten zu.  In den Zeiten wo Masse und Tiefpreis bestimmen lässt sich der von der Natur aufgezwungen Weg mit Kleinsternten nur mehr sehr schwer verfolgen. Aber bei akribischer Suche finden sich in diesem Gebiet besondere und einzigartige Weine. Ein Steinwurf vom Steinfeld entfernt, liegt Baden und Soos mit ihren Weinbergen eine völlig andere Welt. Hier kühlt im Vergleich zur Ebene des Steinfelds der kühle Wind von den Bergen und forciert so die Frutchsäure Entwicklung.

Der besondere Boden und das Mikroklima lässt bestimmte Sorten einzigartig werden und die Natur lässt auf den kargen Böden nur sehr geringe Ernten zu.

Anbaugebiet Thermenregion
Weinbauregion Thermenregion ©ÖWM

In Kottingbrunn, einst ein bedeutender Ort, – heute bedarf es des Navi diesen Ort  zu finden – gab es einmal die größte Galopprennbahn der alten Welt, wo sich der Adel und die Reichen trafen und die Weine im Übermaß lobten. In Vöslau war der Sitz des größten Weinhändlers der alten Welt; Schlumberger – Er leiferte nach England, Indien, USA, Kanada, Madras und überall dorthin wo das Englische Weltreich herrschte. Denn der offizielle Wein des Houses of Commons war der Red Vöslauer – heute Blauer Portugieser genannt. In diesen Ort wurde auch nach Ende der Reblauskatastrophe ein turmartiges Schloss als Denkmal über den Sieg über die Reblaus errichtet – der Lausturm.

Weiter zu Perchtoldsdorf, ein Ort wo schon Mark Twain als Heurigen Gast  begrüßt wurde, als er damals die weltberühmte Kaltwasser Kur in Kaltenleutgeben besuchte – Ob er Henryk Sienkiewicz dem Autor von Quo Vadis ebenfalls bei einem Heurigen traf, denn dieser kurte ebenfalls in Kaltenleutgeben, ist eine Hypothese. Selbst in diesem sehr kleinen Weinort  sind 4 völlig differenzierte Klimaten und Böden vorhanden, die jeweils andere eigenständige Weine ergeben.

In Traiskirchen wiederum trafen sich in den Winzerkellern die verschiedenen Regionsspezifischen Weine. Denn die Winzer in diesen Ort hatten  Weingärten im Steinfeld der absoluten Ebene, aber auch Weingärten auf dem Anniger (Bergweinbau).

In Bad Fischau  sind die Weine herb fruchtig – frische Weine und zu 100% anders als wie in Traiskirchen oder Günselsdorf.

Fehlt da nicht noch etwas? Gumpoldskrichen  – gab es doch auch.  Stimmt Gumpoldskirchen ist im Grunde ein Drama – dieser Ort wurde auch in Frankreich zu den 3 besten Weinorten der Welt gezählt. Die weltweit einzigartige Anomalie der Thermenlinie, bewirkt in Gumpoldskirchner Kessel eine um 3 Grad höhere Bodentemperatur als in diesem Breitengrad üblich ist.   Früher war die Stockkultur also Erdnäher als die heute gebräuchliche Hochkultur. Die Stöcke erhielten die Abwärme des Bodens – und erreichten natürliche Reifegrade die mit hohem natürlichen Zuckerrest Raritäten des Weltmarktes waren. Hinzu kommt die zweite wesentliche Stärke: die kalten Winde vom Anniger mit enormen Nachtabsenkungen. Diese zwingen Weinstöcke Weinsäure zu bilden. Das heißt überreife Weine mit fruchtigen Säuren  waren das Ergebnis. Was wenige Wissen: Chateau Yquem lernte hier sein System kennen, da die Bodenheizung in Frankreich fehlte legten sie Steinplatten in den Weingärten auf, um die Hitze zu speichern und so erhielten sie reife Weine wie in Gumpoldskirchen. Der Ruf des Gumpoldskirchner Weines führte dann dazu, dass man auch in anderen Regionen einen „Gumpoldskirchner“ erzeugte, da die Herkunft in den 60igern und 70igern des vorigen Jahrhunderts nicht so genau genommen wurde.  Die Weine waren aber süß, grauslich und billigst. So ging das Image von Einst verloren.  Gumpoldskirchen hat nur 420 Hektar Weingarten und es wurden damals Gumpoldskirchner geliefert die theoretisch 6000 ha Rebfläche benötigt hätten.
Aber Gumpoldskirchen ist nur ein Ort  in einer Perlenkette des Besonderen, auch wenn es übertrieben klingt. Die Theremenregiohn ist eine sehr kleine Region die von der offiziellen österreichischen Weinwirtschaft in ihre Bedeutung  übersehen wird und ruht.

Die Thermenregion die vom Massenweinbau bis auf eine Ausnahme übersehen wurde, bietet heute kleinstrukturierte tolle Betriebe mit viele besonderen Bedingungen für den Weinbau – es lohnt sich diese Region kennen zu lernen.

Die weltweit einzigartige Anomalie der Thermenlinie, bewirkt in Gumpoldskirchner Kessel eine um 3 Grad höhere Bodentemperatur als in diesem Breitengrad üblich ist.