Weingut Jordan

Riesling Ried Wehrleiten 2015

Der Riesling wurde durch die Jahrhunderte als der König des Weines bezeichnet. Seine Eigenheit ist die Blume die sich in der Literatur, seit dem es den Buchdruck, gibt immer wieder findet. Der Riesling von Jordan und hat genau die oben beschriebene zarte Blume. Eine Kunst mit viel Trinkvergnügen.

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Informationen
 
Weingut
 
Kostnotiz
Speiseempfehlung
Anbaugebiet
 

Winzer:

Weingut Jordan

Land:

Österreich

Anbaugebiet:

Weinviertel

Rebsorten:

Riesling

Jahrgang:

2015

Geschmack:

trocken

Alkoholgehalt:

12,5 %

Säure:

ka

Restzucker:

ka

Füllmenge:

0,75
Der Riesling wurde durch die Jahrhunderte als der König des Weines bezeichnet. Seine Eigenheit ist die Blume die sich in der Literatur, seit dem es den Buchdruck, gibt immer wieder findet. Der Rheinriesling in bester Ausformung hat in der Nase und im Geschmack eine ganz zarte Duftnote einer Wiesenblume, unaufdringlich aber dennoch merklich spürbar. Ein reintöniger voller Wein mit einem Hauch der zu Träumen anregt wie sonst keine andere Sorte. Ein Riesling von wirklich größter Güte bedarf keine selektionierten Zuchthefen, die einen Typ sozusagen "kochen". Er muss lange auf der Hefe liegen d. h. nach dem Pressvorgang und der Gärung ruhen.

Der Riesling von Jordan und hat genau die oben beschriebene zarte Blume. Eine Kunst mit viel Trinkvergnügen.
 
Auszeichnungen:
Riesling Reid Wehrleiten 2015: FUN, PLV
Salon Österreich Wein

Weingut Jordan

Weingut Jordan

Außergewöhnliche Weine aus einem besonderen Eck des Weinviertels: Pulkau.

Pulkau, Groß-Reipersdorf klingt nach vergessenen Plätzen unserer Zeit. Eine kleine Stadt mit knapp 1000 Einwohnern, ausgestattet mit besonderen Kunst- und Kulturstätten, wie dem legendären Pulkautaler Altar aus dem Jahre 1515. Dieser Altar ist eine Komposition aus Malerei und Bildschnitzerei, mit der beachtlichen Höhe von 10 Metern und in einer eigenwilligen Architektur dargestellt, ist es eines der bedeutendsten Kulturgüter Mitteleuropas aus dieser Zeit. Dass es um dieses Werk ruhig geworden ist liegt an der Darstellung eines heute geschlossenen Seitenflügels, den man als Anlass für eine Diskreditierung des mosaischen Glaubens gesehen hat. Ein Besuch dieser Stadt würde sich lohnen: Der Rote Hof, einer der bedeutendsten Renaissancebauten oder die Chronos Fragmente im Pöltingerhof können besichtigt werden. Seit 1600 scheint vielfach die Zeit stehen geblieben zu sein.

Ein außergewöhnliches Weinbaugebiet lässt sich sehr klar mit den Ansiedlungen und Lesehöfen der bedeutendsten Klöster erklären, aber bereits Karl der Große rekultivierte um 790 den Weinbau dort. Später sicherte sich um 1155 das Stift Schotten die Weinberge. Was hat das für eine Aussage? Nur sehr wenige Standorte kamen für den perfekten Weinbau damals in Frage - es gab sogar Kriege zwischen den Klöstern mit toten Mönchen um den Besitz der besonderen Weinberge. (z.B. in Passau Niederalteich). Die reichen Klöster sicherten sich meist die guten Terroirs. Nachdem man wusste, dass die Kelten schon erfolgreich in diesem Gebiet ohne jegliche Technik Weinbau betrieben, war diese Region prädestiniert für eine erfolgreiche Kultivierung.

Pulkau, Groß-Reipersdorf, Leodagger - waren durch die Jahrhunderte eine besondere Insel für ausgewählte Weine. Als Masse und Menge im 20. Jahrhundert den Weinbau bestimmten verlor sich das Kunsthandwerk des edlen Weines. Die Familie Jordan spielte da nicht mit, sondern setzte auf das besondere Terroir, was damals eher "schief" angesehen wurde, denn mit der Masse verdiente man bis in die 60er und 70er Jahre einfach sehr gut. Die Qualität wurde eher weniger beachtet – 12.000 kg bis 18.000 kg Trauben pro Hektar war das Geschäft. Jordan - damals schon mit geringen Erträgen von 6.000 kg bis 7000 kg pro Hektar - reduzierte die Mengen und bot dafür  Qualität. Über die Jahre wuchs das Qualitätsbewusstsein unter den Weingenießern, Tochter Simone lernte nicht nur als Bundesweinkönigin viele Stücke der Welt kennen, sondern später auch quer durch die Weinanbaugebiete der Welt das absolute Qualitässtreben.

Über Generationen das Edelste aus der Natur in das Glas zu bringen ergab einen der außergewöhnlichsten Betriebe Österreichs. Absolut im Heute, vom Design in der Kellerei aber traditionell, erzeugt das Weingut Jordan hochwertige Weine mit Charakter.

 

Kostnotiz: Erfrischende Steinobstnoten, weiße Blüten, feine Kräuterpikanz; satter Fruchtbogen, rassige Säure; kernig-schmelzig mit beachtlicher Substanz!

Speisempfehlung: Pobieren Sie Ihre eigenen Kreationen.

Weinviertel

Weinviertel

Die Last der Qualität und der Idealbedingungen für den Weinbau durch die Natur.

Wie ist das zu verstehen? Diese Region ist auch heute noch teilweise unerforscht, sie trägt die Last ihrer Möglichkeiten. Im Weinviertel kann durch die idealen Bedingungen der Natur Wein in extrem großen Massen geerntet werden. Auch früher in einer Zeit wo noch nicht der Pflanzenschutz, die Weingartentechnik, die Önologe oder das Marketing den Weinbau bestimmten. Damals gab es eigentlich im Weingarten nur die Haue und ein paar andere wenige Werkzeuge. Weingartenspitzen waren zum Beispiel etwas völlig Unbekanntes.

Im Weinviertel gibt es viele kleinen Flecken, wo die Natur Idealbedingungen bietet. Und das im großen Übermaß. Wer kennt schon den Ort Matzen? Aber dieser Ort lieferte schon vor 150 Jahren die besten Weine für den Weinmarkt im Commonwealth mit dem Zentrum London, sie wurden dort hoch prämiert und als die Besten der Welt gehandelt.

Das Problem mit der Masse bis in die 1990iger

Das Problem mit der Masse im Weinviertel entstand durch das Zerbrechen der Donaumonarchie, wo Retz der Nabel des weltweiten Weinexportes war - 38 Kilometer Keller bei nur 9 Kilometer Straßen belegen das einprägsam. Dann war ab 1945 bis 1975 Österreich ein Weinimportland - wir hatten zu wenig Wein und das arme Österreich versuchte durch Massenweinbau das Budget zu entlasten. Und welche Region bot sich dafür besonders an? Das Weinviertel. Der Staat förderte den Massenweinbau, 20 000 kg und mehr Trauben pro Hektar waren das Ziel der Institutionen. Der ehemalige Direktor der Höheren Bundeslehranstalt für Wein in Klosterneuburg, Hofrat Kronlechner, verkündete 1963 mit großem Stolz, dass es nun eine Grüner Veltliner Züchtung gab, die sicher mehr als 20 000 Kilo pro Hektar an Ernte garantierte. Die Weine der Zeit waren dünne Rauschmittel mit heute kaum vorstellbarem Geschmack. Sie waren aber ein gutes Geschäft. Zum Verständnis: damals war der Pro Kopf Verbrauch bei über 60 Liter im Jahr, heute sind es unter 30 Liter.

Im Jahre 1985 kam die Besinnung zur Qualität, aber im Weinviertel wurde 35 Jahre nur auf Masse gearbeitet. Der Umstieg von einer Generation von 35 Jahren, nahe der Lebensdauer eines Weingartens, war ein furchtbarer Prozess, der in anderen Regionen wie der Wachau oder der Thermenregion nicht so schwierig war, weil einfach die Möglichkeiten wie die des Weinviertels in diese Regionen nie so gegeben waren. Eine Tatsache die das belegt, ist die Katalogisierung der Weinregionen in der K.u.K. Welt: Retz war ein A Gebiet, die Wachau z.B. das Knechtweinbaugebiet ...

Dem Weinviertel und seinen Möglichkeiten gerecht zu werden, ist kaum möglich weil diese differenzierte Vielfalt an die Denkgrenzen des Heute stößt. Dass im Weinviertel mehr an Möglichkeiten für verschiedenste Weintypizitäten besteht als in ganz Frankreich klingt nach Schwachsinn, aber in Frankreich gibt es von Natur aus keine edelsüßen Weine. In dem Gebiet rund um Mannersdorf an der March liegt ein kleines aber extrem feines Edelsüßweingebiet, dass durch die March und die Auen bestimmt ist. Rotweine in den Sutten (Kegelförmige große Eintiefungen) in den Südhängen rund um Haugsdorf, Untermarkersdorf speichern Hitze und ergeben Rotweine von außergewöhnlicher Dichte, die früher in den gesamten Commonwealth geliefert wurden. Diese Weine waren die Lieblingsweine von Queen Viktoria und auch die offiziellen Weine des Houses of Commons (siehe Robert Schlumberger Weine der Monarchie aus 1903).

Orte wie Röschitz, Pulkau, Retz und viele weitere am Urgesteinsboden liegend liefern Riesling Juwelen. Poysdorf ist eine Region in der wieder fruchtbetonte Weine wachsen. Der Wagram, eine einzigartige, vom Löss bestimmte Hügelkette kann großartiges und das zeigt sich bei Verkostungen der letzten Jahre, dass dieses Gebiet nach über 70 Jahren an den alten Ruf des besonderen anschließt. Die Winzergenossenschaft in Großweikersdorf gehörte zu einer der besten Weinlieferanten von einst.

Seltsamkeiten - die Kaiserin Maria Theresia ließ strategisch die Weinregion der Brünnerstrasse anlegen, sie holte dazu trotz der Bayernkriege die fleißigen Parschallen (Bayern) als Arbeitskräfte.

Der Ort Hohenwarth ist berühmt für die seltene autochthone Rebsorte Rote Veltliner eine der seltsamsten ausgeprägten Sorten mit einer weltweit einzigartigen Anomalie: Der Rote Veltliner wird auf einer Schulter partiell Edelfaul d.h. er erhöht mit der Botrytys Cinerea den Extraktanteil und erhält somit seine Frische und Frucht. Es gibt noch unzählige weitere Juwelen im Weinviertel. Diese hier alle aufzuzählen ist aufgrund der Anzahl fast unmöglich.

Übrigens, für Diskussionen die Frage zu stellen "Was hat die Champagne mit Poysdorf zu tun?" erweckt schon als Frage ein gewisses Befremden. Die große Champagne und der Ort Poysdorf - da kann nichts gemeinsames sein. Aber doch, Poysdorf liegt auf dem gleichen Breitengrad wie die Champagne, nur etwas südlicher. Dass Poysdorf den Trauben-Weinlieferant für österreichische Sekte darstellt, ist kaum ein Zufall.

Für uns als Georgssalon stellt das Weinviertel in seiner Vielfalt eine Schatzkammer dar, die wir ständig ausloten.

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