Weingut Zottl

Riesling Smaragd 2013

Ein Rheinriesling aus der Smaragd Edition. Bei Franz Zottl bekommen die Weine die Zeit, die Sie zum Reifen brauchen und das unter Idealbedingungen in einem 800 Jahre alten Weinkeller. Die Stärke dieses Reiferaums liegt in den kaum vorhanden Temperaturschwankungen zwischen den Jahreszeiten. Hier können die Weine ruhen und reifen. Wenn der Rheinriesling bis September des Folgejahres an Zeit für die Reife benötigt, bekommt er diese von Franz Zottl.

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Informationen
 
Weingut
 
Kostnotiz
Speiseempfehlung
Anbaugebiet
 

Winzer:

Weingut Zottl

Land:

Österreich

Anbaugebiet:

Wachau

Rebsorten:

Riesling

Jahrgang:

2013

Geschmack:

trocken

Alkoholgehalt:

13 %

Säure:

ka

Restzucker:

ka

Füllmenge:

0,75

Ein Rheinriesling aus der Smaragd Edition. Bei Franz Zottl bekommen die Weine die Zeit, die Sie zum Reifen brauchen und das unter Idealbedingungen in einem 800 Jahre alten Weinkeller. Tief unter der Kirche in Granit gehauen mit einem Mindestalter von 800 Jahren liegt der außergewöhnlichste Weinkeller Österreichs. Hier reift dieser Riesling mit Lagerpotential für Jahre.

Weingut Zottl

Weingut Zottl

Lange war der Betrieb der Geheimtipp für die ganz großen Gewächse aus Österreichs
bekanntesten Rieden wie Achleiten und Co in Weissenkirchen/Wachau. Ausverkauft ziert sehr oft die Liste des Weinangebotes.

Was Zottl so auszeichnet, das es ein Betrieb ist der nie enorm wachsen wollte aber sich dafür seit 2 Generationen um höchste Qualität bemüht. Als Hilfe dient einer der ungewöhnlichsten Weinkeller Österreichs. Tief unter der Kirche in Granit gehauen mit einem Mindestalter von 800 Jahren, durchaus auch seit über 1000 Jahren genützt. Die Stärke dieses Reiferaums liegt in den kaum vorhanden Temperaturschwankungen zwischen den Jahreszeiten. Ruhe und Reife, wo sich die Weine auf der Feinhefe so lange entwickeln können, bis sie die Flaschenreife erreichen. Schnell Verkaufsreife erlangen ist nicht das System: wenn der Rheinriesling bis September des Folgejahres an Zeit für die Reife benötigt, bekommt er diese Zeit.

Ein Besuch lohnt sich, direkt angebaut findet sich ein Gästehaus anderer Art - von hohem Level aber mit Liebe und Sorgfalt aus den Materialien der Region – Granit, Holz und alterstypische Baukunst des Handwerks.

 

Kostnotiz: Klares Goldgelb, die gotischen Bögen, die beim Schwenken zum Vorschein kommen weisen schon einen dichten extraktreichen Riesling hin. Die Nase wird mit Düften des Steinobstes, dominiert von der Marille, einer kräftigen Mineralik sowie feinen Honignoten verwöhnt. Am Gaumen ungemein saftig fleischig anmutender Riesling mit sanft strömender Extraktfülle, tapeziert den Gaumen aus und brilliert gleichzeitig mit finesse und einem endlosen Finish. Potential für Jahre!

Speisempfehlung:

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Wachau

Wachau

Viel beschrieben was gibt es dazu noch zu sagen?

Klar die Wachau ist ein Traumland, eine Traumregion mit mit edelsten Weingütern die nicht nur auf Knoll, F.X. Pichler, Hirzberger, und Prager reduziert sind. Tolle Weine von Weltruf finden sich fast in jedem Winzerbetrieb. Die Wachau ist reich an Geschichten, aber der  Weinbau hat seine Wurzeln in der Armut der Bauern. In diesem Flusstal fehlten die Gründe für Korn, Kartoffel oder Viehzucht. Es gab nur die Berge mit kleinsten Flecken die den Berghängen abgerungen wurden. Deshalb verdingten sich die einheimischen Bauern als Knecht in der Flussschifffahrt (das Schifffahrtmuseum in Spitz zeigt einprägsam dieses Leben). Um Leben zu können, hatten die Bauern in den kleinen Weingärten die  Zwischenkulturen mit  Karotten, Kraut, Rüben und Kartoffel gepflanzt. Gras für die Ziegen war auch noch vorhanden.

Das war die eine Seite. Die prächtige Bauten in Wösendorf, Weissenkirchen, Spitz, Loiben oder Dürnstein zeigen aber Wohlstand und Reichtum. Dieser gehörte den Adel und den Klöster. Diese Entwicklung ist im Grunde auf dem Stift  Passau und der Bayrischen Besiedlung beruhend.  Passau war eines der ersten Klöster die in der Wachau einen Lesehof errichtete. Es folgte Kloster um Kloster. Viele davon sind heute nur mehr als Namen in der der Wachau wie der Tegernseerhof bestehend. Die Adelsfamilie Dietrichstein hatte als Beispiel ein weit verzweigtes Weinbauimperium, dass über Nikolov  (Nikolsburg - heute in Tschechien liegend), Hollenburg, den Zöbinger Heiligenstein bis zur Loiben in der Wachau reichte. Der Reichsabgeordnete Dietrichstein  gründete auch eine große Kellerei in Loiben, die als Basis des ersten tatsächlichen Handelsbetriebes der Wadchau diente. Die Reste davon sind im alten Felsenkeller in Loiben zu finden.

Das spannende und besondere der Wachau ist, das eigentlich drei Männer, der Wirt Herr Jamek, der Bürgermeister von Spitz Herr Hirzberger und der aus dem Waldviertel stammende Herr Prager, die Wachauer und deren Weine zu dem machten was sie heute darstellen.

Die Vorgeschichte: Lenz Moser entwickelte die so genannte Hochkultur. Diese Erziehungsart verursachte eine Revolution. Sie erlaubte wesentlich höhere Erträge, verbunden mit geringerem Arbeitsaufwand. In dieser Zeit gab es eine österreichweite "Empfehlung" der Obrigkeit,  für die Anlieferung an die Genossenschaften, nach denen sich auch die Händler richteten.

Mit der Hochkultur waren 12.000 bis 18.000 Kilogramm Lese pro Hektar normal, die Wachau konnte mit ihren Berglagen und kleinen Flächen nicht einmal ansatzweise in den Erträgen mithalten. Die Zeitung der Kurier titelte "die Wachau stirbt" ein tatsächlicher Absterbeprozess war im Laufen. Die oben genannten setzten sich in dieser tristen Situation zusammen und suchten einen Weg. Die Erkenntnis war  absolute Qualität zu produzieren. Ein schwieriges Thema in der Zeit als der "Doppler " dominierte.  

Diese Herren, insbesondere Herr Jamek, holten Journalisten in die Wachau. Sie bemühten sich und bearbeiteten ihre Kollegen, die zu Beginn auch sehr skeptisch waren, in Richtung Qualität. Der Politik passten diese Wege nicht. Als z. b. Herr Jamek 1964 den ersten Wein ohne Zuckeraufbesserung produzierte, gab es eine riesen Aufregung: untrinkbar usw. (Bei hochwertigen Weinen gibt es heutzutage keine Aufbesserung mehr). Schon im Jahre 1966 füllte bereits Herr Hirzberger sowie auch  Herr Prager ohne Aufbesserung ab. Diese Idee begann sich in der Wachau durch zu setzen.

Die Realität der Jahre von 1960 bis 1970 war aber weitgehend eine andere. Ein weiteres Beispiel: Bei Rotwein wurde von den Verbänden des Weinbaues auch empfohlen die größte möglichen Mengen zu Ernten die dann mit Deckwein gefärbt wurde. Diese Deckweine von der Südimport, untrinkbare grauenhafte Weine färbten die rötliche Masse und der Zucker gab den Geschmack. Für die Zucker Industrie, der staatlichen Düngerindustrie war diese Entwicklung ein Traum. Für den Staat der dadurch Devisen einsparte ebenso. Aber dann kamen drei Wachauer die dagegen ankämpften. Der legendäre Leiter  der Genossenschaft Dürnstein Herr Ing. Schwengler, schloss sich dieser Entwicklung fast brachial an. Er veränderte den Namen Genossenschaft Dürnstein in Freie Weingärtner - ein Sakrileg.

Letztlich bewirkte diese Entwicklung der drei Herrn eine totale Veränderung des österreichischen Weinbau. Heute wird kolportiert das der Glycolskandal (der im Grunde keiner war, es wurde das natürliche Glyzerin mit einem technischen Produkt Glycol zur Abrundung eingesetzt. Heute wo Gummi Arabicum als erlaubte Weinfremde Zugabe eingesetzt wird, eine Bagatelle) Die tatsächliche Ursache für den Qualitäts Weinbau heute war die Wachau in der ab 1960 die Richtung gelegt wurde.   

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