Weingut Toni Schmid

Frühroter Veltliner 2016

Eine Sortenrarität von unserem Bio Winzer und Natur Freak Toni Schmid. Der Wein zeichnet sich durch geringere Säurewerte aus und ist ein harmonisches angenehmes und wunderbares Weinerlebnis mit Mandelaromatik aus.

Lieferzeit nach Zahlungseingang 2-3 Werktage.

9,50 € / Fl.
inkl. MwSt.
Bitte melden Sie sich an, um das Produkt zur Merkliste hinzuzufügen.
Informationen
 
Weingut
 
Kostnotiz
Speiseempfehlung
Anbaugebiet
 

Winzer:

Weingut Toni Schmid

Land:

Österreich

Anbaugebiet:

Weinviertel

Rebsorten:

Frühroter Veltliner

Jahrgang:

2016

Geschmack:

trocken

Alkoholgehalt:

12,5 %

Säure:

ka

Restzucker:

ka

Füllmenge:

0,75

Eine Sortenrarität von unserem Bio Winzer und Natur Freak Toni Schmid. Ein Winzer außerhalb jeglicher Marktsegmente: Bio Winzer würde wohl am ehesten zutreffen. Der Frührote Veltliner ist sehr schön zum Genießen und er hat nichts dagegen wenn er mal ein wenig lagert. Aufgrund der besonderen Arbeit der Familie Schmid mit den Vorteilen eines Mischbetriebes ist ein besonderer Geschmack dieser Weinrarität schön merkbar.

Mehr Details zur Sortenrarität finden sie unter Frühroter Veltliner.

Weingut Toni Schmid

Weingut Draxler

Ein Winzer außerhalb jeglicher Marktsegmente: Bio Winzer würde wohl am ehesten zutreffen. Die Lebensart der gesamten Familie im absoluten Naturkreislauf ist viel mehr als der Begriff „Bio“ vermittelt. Toni Schmid besuchte die Hochschule der Bodenkultur nur aus einem Grund: um die Regeln der Natur noch besser zu erkennen. Sein Betrieb am Manhartsberg stellt eine perfekte Symbiose zwischen Natur und Landwirtschaft dar. Dieser Prozess, über lange Jahre des Lernens gereift, folgt der (heute vielfach vergessenen) Regel sich der Natur unterzuordnen, ihr zu dienen - und nicht mit Hilfen des Moments, also der handelsüblichen synthetischen Mittel der chemischen Industrie, zu versuchen die Natur in ein Schema zu zwingen.

Die Familie Schmid besteht aus dynamischen Menschen, die absolut im Heute stehen, aber bewusst in der Natur und mit ihr leben. Natur bedeutet nicht Askese, sondern - wenn man in ihr und mit ihr lebt - Freude: in den Zyklen des Jahres mit zu leben. Von der Winterruhe, über den Austrieb des Frühjahres, den Sommer bis hin zur Ernte; und beim Wein: ihn einfach „werden“ zu lassen, immer aber als Helfer zur Verfügung zu stehen.

Wie ist „Helfer“ zu verstehen? Der Boden, das Kapital, aus dem die Ernte entnommen und dadurch der natürliche Kreislauf gestört wird, wird mit gereiftem Stallmist wieder ergänzt. Es heißt aber auch, die Pfl anze, also z.B. den Weinstock, als Einzelindividuum zu sehen, dem mit dem Schnitt geholfen wird: einen schwachen Weinstock so zurückzuschneiden, dass er sich erholen kann, einen kräftigen, der zeigt dass er entschlossen ist eine guten Ertrag zu bringen, etwas zu reduzieren damit er sich nicht übernimmt und dann im nächsten Jahr schwächelt. Im voll mechanisierten Weinbau in dieser Art und Weise ins Detail zu gehen ist unmöglich. Aber dieser Weg drückt sich z.B. in den Weinen aus, die ohne Flotation (wo man Gase einbringt und sie zu rascher Reife zwingt) auskommen; sie sind dann füllfertig, wenn der Wein zeigt, dass er sich nach der Gärung ausgeruht hat - und lebt bis er seine Ruhe und Reife findet.

Kostnotiz: Kräftig, Am Gaumen geradlinig und elegant, feinwürzig mit angenehm milder Säure.

Speisempfehlung:

Pobieren Sie Ihre eigenen Kreationen.

Weinviertel

Weinviertel

Die Last der Qualität und der Idealbedingungen für den Weinbau durch die Natur.

Wie ist das zu verstehen? Diese Region ist auch heute noch teilweise unerforscht, sie trägt die Last ihrer Möglichkeiten. Im Weinviertel kann durch die idealen Bedingungen der Natur Wein in extrem großen Massen geerntet werden. Auch früher in einer Zeit wo noch nicht der Pflanzenschutz, die Weingartentechnik, die Önologe oder das Marketing den Weinbau bestimmten. Damals gab es eigentlich im Weingarten nur die Haue und ein paar andere wenige Werkzeuge. Weingartenspitzen waren zum Beispiel etwas völlig Unbekanntes.

Im Weinviertel gibt es viele kleinen Flecken, wo die Natur Idealbedingungen bietet. Und das im großen Übermaß. Wer kennt schon den Ort Matzen? Aber dieser Ort lieferte schon vor 150 Jahren die besten Weine für den Weinmarkt im Commonwealth mit dem Zentrum London, sie wurden dort hoch prämiert und als die Besten der Welt gehandelt.

Das Problem mit der Masse bis in die 1990iger

Das Problem mit der Masse im Weinviertel entstand durch das Zerbrechen der Donaumonarchie, wo Retz der Nabel des weltweiten Weinexportes war - 38 Kilometer Keller bei nur 9 Kilometer Straßen belegen das einprägsam. Dann war ab 1945 bis 1975 Österreich ein Weinimportland - wir hatten zu wenig Wein und das arme Österreich versuchte durch Massenweinbau das Budget zu entlasten. Und welche Region bot sich dafür besonders an? Das Weinviertel. Der Staat förderte den Massenweinbau, 20 000 kg und mehr Trauben pro Hektar waren das Ziel der Institutionen. Der ehemalige Direktor der Höheren Bundeslehranstalt für Wein in Klosterneuburg, Hofrat Kronlechner, verkündete 1963 mit großem Stolz, dass es nun eine Grüner Veltliner Züchtung gab, die sicher mehr als 20 000 Kilo pro Hektar an Ernte garantierte. Die Weine der Zeit waren dünne Rauschmittel mit heute kaum vorstellbarem Geschmack. Sie waren aber ein gutes Geschäft. Zum Verständnis: damals war der Pro Kopf Verbrauch bei über 60 Liter im Jahr, heute sind es unter 30 Liter.

Im Jahre 1985 kam die Besinnung zur Qualität, aber im Weinviertel wurde 35 Jahre nur auf Masse gearbeitet. Der Umstieg von einer Generation von 35 Jahren, nahe der Lebensdauer eines Weingartens, war ein furchtbarer Prozess, der in anderen Regionen wie der Wachau oder der Thermenregion nicht so schwierig war, weil einfach die Möglichkeiten wie die des Weinviertels in diese Regionen nie so gegeben waren. Eine Tatsache die das belegt, ist die Katalogisierung der Weinregionen in der K.u.K. Welt: Retz war ein A Gebiet, die Wachau z.B. das Knechtweinbaugebiet ...

Dem Weinviertel und seinen Möglichkeiten gerecht zu werden, ist kaum möglich weil diese differenzierte Vielfalt an die Denkgrenzen des Heute stößt. Dass im Weinviertel mehr an Möglichkeiten für verschiedenste Weintypizitäten besteht als in ganz Frankreich klingt nach Schwachsinn, aber in Frankreich gibt es von Natur aus keine edelsüßen Weine. In dem Gebiet rund um Mannersdorf an der March liegt ein kleines aber extrem feines Edelsüßweingebiet, dass durch die March und die Auen bestimmt ist. Rotweine in den Sutten (Kegelförmige große Eintiefungen) in den Südhängen rund um Haugsdorf, Untermarkersdorf speichern Hitze und ergeben Rotweine von außergewöhnlicher Dichte, die früher in den gesamten Commonwealth geliefert wurden. Diese Weine waren die Lieblingsweine von Queen Viktoria und auch die offiziellen Weine des Houses of Commons (siehe Robert Schlumberger Weine der Monarchie aus 1903).

Orte wie Röschitz, Pulkau, Retz und viele weitere am Urgesteinsboden liegend liefern Riesling Juwelen. Poysdorf ist eine Region in der wieder fruchtbetonte Weine wachsen. Der Wagram, eine einzigartige, vom Löss bestimmte Hügelkette kann großartiges und das zeigt sich bei Verkostungen der letzten Jahre, dass dieses Gebiet nach über 70 Jahren an den alten Ruf des besonderen anschließt. Die Winzergenossenschaft in Großweikersdorf gehörte zu einer der besten Weinlieferanten von einst.

Seltsamkeiten - die Kaiserin Maria Theresia ließ strategisch die Weinregion der Brünnerstrasse anlegen, sie holte dazu trotz der Bayernkriege die fleißigen Parschallen (Bayern) als Arbeitskräfte.

Der Ort Hohenwarth ist berühmt für die seltene autochthone Rebsorte Rote Veltliner eine der seltsamsten ausgeprägten Sorten mit einer weltweit einzigartigen Anomalie: Der Rote Veltliner wird auf einer Schulter partiell Edelfaul d.h. er erhöht mit der Botrytys Cinerea den Extraktanteil und erhält somit seine Frische und Frucht. Es gibt noch unzählige weitere Juwelen im Weinviertel. Diese hier alle aufzuzählen ist aufgrund der Anzahl fast unmöglich.

Übrigens, für Diskussionen die Frage zu stellen "Was hat die Champagne mit Poysdorf zu tun?" erweckt schon als Frage ein gewisses Befremden. Die große Champagne und der Ort Poysdorf - da kann nichts gemeinsames sein. Aber doch, Poysdorf liegt auf dem gleichen Breitengrad wie die Champagne, nur etwas südlicher. Dass Poysdorf den Trauben-Weinlieferant für österreichische Sekte darstellt, ist kaum ein Zufall.

Für uns als Georgssalon stellt das Weinviertel in seiner Vielfalt eine Schatzkammer dar, die wir ständig ausloten.

Abbonieren Sie unseren Newsletter