Christina Hugl

Traminer Welschriesling Sekt Extra Brut

Ein sehr interessanter Sekt. Hergestellt nach Methode Traditionelle. Trophy Sieg im Genussmagazin 1. Platz.

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Informationen
 
Weingut
 
Kostnotiz
Speiseempfehlung
Anbaugebiet
 

Winzer:

Christina Hugl

Land:

Österreich

Anbaugebiet:

Weinviertel

Rebsorten:

Traminer, Welschriesling

Jahrgang:

2015

Geschmack:

Extra Brut

Alkoholgehalt:

12,5 %

Säure:

6 g/l

Restzucker:

2 g/l

Füllmenge:

0,75

Der Traminer ist eine sehr alte Sorte. Er wurde schon von den Römern kultiviert und aus Wildreben selektioniert. Der Ursprung ist wahrscheinlich Südosteuropa. Namensgeber ist der Ort Tramin in Südtirol. Der Traminer ist Elternteil vieler berühmter Sorten wie zB des Rieslings. Der Geschmack ist unverkennbar und sehr Aromenreich mit eher weniger Säure. Er wird zwar weltweit angebaut, aber aufgrund seiner Empfindlichkeit nie in der Masse. Nur Winzer die sich ab von Mainstream bewegen nehmen sich dieser besonderen lang lagerfähigen Sorte an.

Der Partner bei diesem Sekt vom Traminer ist der Welschriesling. Er gibt diesem besonderen Sekt die frische. Der Welschriesling stammt wahrscheinlich aus der Champagne, jedoch ist sein ursprünglicher Name nicht mehr bekannt. Aufgrund der Ähnlichkeit im Aussehen wie der Riesling wurde er Welschriesling genannt, ist aber nicht Verwandt mit diesen. Im Geschmack ist er auch nicht so duftig wie der Riesling. Die Sorte besticht aber durch ihre Vielfältigkeit. Vom einfachen Tischwein bis hin zum Prädikatswein gibt es den Welschriesling in allen Varianten.

Beide Sorten stammen von Lagen in Poysdorf, welches sich auf dem gleichen Breitengrad wie die Champagne befindet. Nur etwas südlicher. Der Sekt wurde nach Methode Traditionelle hergestellt und entspricht höchsten Ansprüchen. Ein pures Erlebnis für den Gaumen.

Auszeichnung: TROPHY SIEG im Genussmagazin 1. Platz in mit Traminer x Welschriesling

Hugl

Weingut Draxler
Aufgewachsen am Familienbetrieb in Stützenhofen im nördlichen Weinviertel, verschlug es die Weinkönigin Christina Hugl, nach dem Abitur für 4 Jahre in die Niederlande. Zurück in Österreich machte sie sich gleich ans Werk und kelterte gemeinsam mit ihrem Vater ihre ersten eigenen Grundweine und ein Pet-Nat. Von der großen Sekttradition Ihrer Familie (Weinviertler Sektmanufaktur) hat sie sehr viel mitgenommen und mit Ihren Stil ist sie bereits ein Geheimtipp unter den österreichischen Sektproduzenten. Momentan umfasst das Sortiment Sekte, hergestellt nach traditioneller Methode und händisch gerüttelt und Pet-Nats. Christina möchte ihren edlen Tropfen Zeit lassen: "Je länger der Sekt auf der Hefe lagern kann, desto interessanter wird das Endergebnis!"

Kostnotiz: Mittleres, jugendliches Gelb und zarte Perlen im Glas. Der Geruch sorgt für Frühlingsgefühle: Flieder und ein Hauch von frisch ausgetriebenen Wiesenkräutern machen es sich bequem. Dazu kommt eine dezente Würze, die an eingelegten, grünen Pfeffer erinnert. Am Gaumen entfaltet sich ein harmonisches Zusammenspiel aus eingekochten Pfirsichen und Nektarinen. Die Säure zeigt sich äußerst jugendlich, aber trotzdem nobel. Die Perlage besticht durch die kleinen, zarten Bläschen.

Speisempfehlung:

Pobieren Sie Ihre eigenen Kreationen.

Weinviertel

Weinviertel

Die Last der Qualität und der Idealbedingungen für den Weinbau durch die Natur.

Wie ist das zu verstehen? Diese Region ist auch heute noch teilweise unerforscht, sie trägt die Last ihrer Möglichkeiten. Im Weinviertel kann durch die idealen Bedingungen der Natur Wein in extrem großen Massen geerntet werden. Auch früher in einer Zeit wo noch nicht der Pflanzenschutz, die Weingartentechnik, die Önologe oder das Marketing den Weinbau bestimmten. Damals gab es eigentlich im Weingarten nur die Haue und ein paar andere wenige Werkzeuge. Weingartenspitzen waren zum Beispiel etwas völlig Unbekanntes.

Im Weinviertel gibt es viele kleinen Flecken, wo die Natur Idealbedingungen bietet. Und das im großen Übermaß. Wer kennt schon den Ort Matzen? Aber dieser Ort lieferte schon vor 150 Jahren die besten Weine für den Weinmarkt im Commonwealth mit dem Zentrum London, sie wurden dort hoch prämiert und als die Besten der Welt gehandelt.

Das Problem mit der Masse bis in die 1990iger

Das Problem mit der Masse im Weinviertel entstand durch das Zerbrechen der Donaumonarchie, wo Retz der Nabel des weltweiten Weinexportes war - 38 Kilometer Keller bei nur 9 Kilometer Straßen belegen das einprägsam. Dann war ab 1945 bis 1975 Österreich ein Weinimportland - wir hatten zu wenig Wein und das arme Österreich versuchte durch Massenweinbau das Budget zu entlasten. Und welche Region bot sich dafür besonders an? Das Weinviertel. Der Staat förderte den Massenweinbau, 20 000 kg und mehr Trauben pro Hektar waren das Ziel der Institutionen. Der ehemalige Direktor der Höheren Bundeslehranstalt für Wein in Klosterneuburg, Hofrat Kronlechner, verkündete 1963 mit großem Stolz, dass es nun eine Grüner Veltliner Züchtung gab, die sicher mehr als 20 000 Kilo pro Hektar an Ernte garantierte. Die Weine der Zeit waren dünne Rauschmittel mit heute kaum vorstellbarem Geschmack. Sie waren aber ein gutes Geschäft. Zum Verständnis: damals war der Pro Kopf Verbrauch bei über 60 Liter im Jahr, heute sind es unter 30 Liter.

Im Jahre 1985 kam die Besinnung zur Qualität, aber im Weinviertel wurde 35 Jahre nur auf Masse gearbeitet. Der Umstieg von einer Generation von 35 Jahren, nahe der Lebensdauer eines Weingartens, war ein furchtbarer Prozess, der in anderen Regionen wie der Wachau oder der Thermenregion nicht so schwierig war, weil einfach die Möglichkeiten wie die des Weinviertels in diese Regionen nie so gegeben waren. Eine Tatsache die das belegt, ist die Katalogisierung der Weinregionen in der K.u.K. Welt: Retz war ein A Gebiet, die Wachau z.B. das Knechtweinbaugebiet ...

Dem Weinviertel und seinen Möglichkeiten gerecht zu werden, ist kaum möglich weil diese differenzierte Vielfalt an die Denkgrenzen des Heute stößt. Dass im Weinviertel mehr an Möglichkeiten für verschiedenste Weintypizitäten besteht als in ganz Frankreich klingt nach Schwachsinn, aber in Frankreich gibt es von Natur aus keine edelsüßen Weine. In dem Gebiet rund um Mannersdorf an der March liegt ein kleines aber extrem feines Edelsüßweingebiet, dass durch die March und die Auen bestimmt ist. Rotweine in den Sutten (Kegelförmige große Eintiefungen) in den Südhängen rund um Haugsdorf, Untermarkersdorf speichern Hitze und ergeben Rotweine von außergewöhnlicher Dichte, die früher in den gesamten Commonwealth geliefert wurden. Diese Weine waren die Lieblingsweine von Queen Viktoria und auch die offiziellen Weine des Houses of Commons (siehe Robert Schlumberger Weine der Monarchie aus 1903).

Orte wie Röschitz, Pulkau, Retz und viele weitere am Urgesteinsboden liegend liefern Riesling Juwelen. Poysdorf ist eine Region in der wieder fruchtbetonte Weine wachsen. Der Wagram, eine einzigartige, vom Löss bestimmte Hügelkette kann großartiges und das zeigt sich bei Verkostungen der letzten Jahre, dass dieses Gebiet nach über 70 Jahren an den alten Ruf des besonderen anschließt. Die Winzergenossenschaft in Großweikersdorf gehörte zu einer der besten Weinlieferanten von einst.

Seltsamkeiten - die Kaiserin Maria Theresia ließ strategisch die Weinregion der Brünnerstrasse anlegen, sie holte dazu trotz der Bayernkriege die fleißigen Parschallen (Bayern) als Arbeitskräfte.

Der Ort Hohenwarth ist berühmt für die seltene autochthone Rebsorte Rote Veltliner eine der seltsamsten ausgeprägten Sorten mit einer weltweit einzigartigen Anomalie: Der Rote Veltliner wird auf einer Schulter partiell Edelfaul d.h. er erhöht mit der Botrytys Cinerea den Extraktanteil und erhält somit seine Frische und Frucht. Es gibt noch unzählige weitere Juwelen im Weinviertel. Diese hier alle aufzuzählen ist aufgrund der Anzahl fast unmöglich.

Übrigens, für Diskussionen die Frage zu stellen "Was hat die Champagne mit Poysdorf zu tun?" erweckt schon als Frage ein gewisses Befremden. Die große Champagne und der Ort Poysdorf - da kann nichts gemeinsames sein. Aber doch, Poysdorf liegt auf dem gleichen Breitengrad wie die Champagne, nur etwas südlicher. Dass Poysdorf den Trauben-Weinlieferant für österreichische Sekte darstellt, ist kaum ein Zufall.

Für uns als Georgssalon stellt das Weinviertel in seiner Vielfalt eine Schatzkammer dar, die wir ständig ausloten.

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