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 17,00 inkl. MwSt

Schioppettino DOC Colli Orientali 2021

 17,00 inkl. MwSt

24,29 € / Liter
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Dieser Wein entsteht nur in den besten Jahrgängen – rund 1.000 Flaschen, kompromisslos auf Qualität fokussiert.

26 vorrätig

Anbaugebiet: Friaul
Kostnotiz:In der Nase zeigen sich Brombeeren und Waldbeeren, begleitet von Veilchen und Rose, dazu feine Tabaknoten. Am Gaumen wirkt der Wein wild, tief und zugleich erstaunlich elegant, getragen von sanften, feinen Tanninen.
Speiseempfehlung:Perfekt zu Wildgerichten, Rind, Pasta mit kräftigen Fleischsaucen und gereiftem Käse.
trocken | 0,75l | 13,5%

Beschreibung

Manche Winzer und Winzerinnen findet man nicht über Suchmaschinen. Man findet sie nur über Empfehlungen. Franco Pizzulin ist so ein Fall: ein echter Geheimtipp, ohne Website, schwer zu finden – und genau deshalb umso faszinierender. Seine Weine entstehen fernab von Trends, mit kompromisslosem Fokus auf Qualität. Oberliga, still und leise.

Dieser Schioppettino ist eine ganz persönliche Interpretation einer autochthonen Rebsorte aus Friaul, die ausschließlich dort wächst. In der Nase zeigen sich Brombeeren und Waldbeeren, begleitet von Veilchen und Rose, dazu feine Tabaknoten. Am Gaumen wirkt der Wein wild, tief und zugleich erstaunlich elegant, getragen von sanften, feinen Tanninen. Der Ausbau erfolgt mindestens ein Jahr im großen Holzfass, was Struktur und Ruhe bringt, ohne die Charakteristik der Rebsorte zu überdecken.

Von diesem Wein füllt Franco Pizzolin nur rund 1.000 Flaschen pro Jahr ab – und das ausschließlich in den besten Jahrgängen. In weniger überzeugenden Jahren verkauft er die Trauben lieber, als einen Wein zu machen, der seinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht wird. Qualität steht hier über allem.

Ein außergewöhnlicher Schioppettino, den man erst einmal finden muss.

Ein Wein für Entdecker. Für Menschen, die nicht das Offensichtliche suchen.

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Franco Pizzulin – Wein mit Haltung, Hof mit Herz

Franco Pizzulin ist ein Mensch von gestern – zumindest auf den ersten Blick. Kein Smartphone, kein Lärm, kein Drängen. Und doch ist er im Weinbau kompromisslos im Heute. Tradition und Innovation stehen bei ihm nicht im Widerspruch, sondern im Gleichgewicht. Die Natur wird nicht benutzt, sondern respektiert. Seine Weine bekommen Zeit – und genau diese Zeit schmeckt man.

Ein zentrales Prinzip prägt alles, was er tut: Wein entsteht nur in guten Jahren. Reicht die Qualität nicht aus, wird nicht abgefüllt. Punkt. Dann verkauft Franco lieber die Trauben, als einen Wein zu machen, der seinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht wird. Das Ergebnis sind kleine Mengen, große Präzision – und Weine, die Jahr für Jahr schneller vergriffen sind, als man sie nachkaufen kann. Wer eine Flasche möchte, sollte nicht zu lange warten.

Franco Pizzulin bewirtschaftet fünf Hektar Weinberge und führt daneben einen klassischen Mischbetrieb – der Hof funktioniert als lebendiges Ganzes.
Genau darin liegt seine Stärke. Der Weinbau steht nicht isoliert da, sondern ist Teil eines gewachsenen Systems. Vielfalt statt Monokultur, Kreisläufe statt Abhängigkeiten. Diese Balance verleiht seinen Weinen Ruhe, Tiefe und eine Selbstverständlichkeit, die man nicht machen kann – sie entsteht.

Der Hof liegt mitten in den Weinbergen von Albana. Wer hier ankommt, wird nicht empfangen, sondern aufgenommen. Ein Glas Wein steht schnell am Tisch, dazu Schinken aus eigener Produktion. Diese Bodenständigkeit spiegelt sich auch im Wein wider: ehrlich, klar, ohne Show – aber mit Charakter.

Albana liegt in den Colli Orientali del Friuli, einer der spannendsten Weinregionen im Friaul-Julisch Venetien. Kühle Nächte, warme Tage und mineralische Böden sorgen hier für Weine mit Spannung, Tiefe und bemerkenswerter Reifefähigkeit.

Wir haben Franco Pizzulin durch Mundpropaganda gefunden. Heute wissen wir: Manche Winzer findet man nicht über Suchmaschinen. Seine Weine sind keine Selbstverständlichkeit, sondern eine Gelegenheit. Wer sie bekommt, sollte sie nutzen.

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Friaul-Julisch Venetien – wo Geschichte, Grenzland und Charakter ins Glas kommen

Friaul ist kein lautes Weinbaugebiet. Es drängt sich nicht auf. Aber wer hinhört, merkt schnell: Hier erzählt jeder Wein eine Geschichte. Eine lange, manchmal widerspenstige – geprägt von Grenzverschiebungen, Fremdherrschaft, Erfindergeist und einem tiefen Respekt vor dem Boden.

Schon die Römer machten Friaul zu einem wichtigen Weinlieferanten. Später kamen Klöster, Patriarchen, Händler – und schließlich die Habsburger. Über Jahrhunderte stand ein großer Teil der Region unter österreichischer Verwaltung. Das hinterließ Spuren: nicht nur kulturell, sondern ganz konkret im Weinbau. Während andere Regionen an Rebkrankheiten zerbrachen, setzten die Habsburger hier auf Struktur, Rebschulen und Wissenstransfer – unter anderem aus Klosterneuburg. Internationale Sorten wie Sauvignon Blanc oder Pinot Grigio fanden damals ihren Weg ins Friaul. Und blieben.

Heute liegt die wahre Seele der Region in ihren autochthonen Rebsorten:
Friulano mit seiner feinen Kräuterwürze und dem bittermandeligen Schluss.
Ribolla Gialla – straff, säurebetont, fast kompromisslos frisch.
Schioppettino, Pignolo oder Tazzelenghe – Rotweine mit Ecken, Würze, Pfeffer, Tannin und Charakter. Keine Weine zum Gefallen, sondern zum Erinnern.

Das Terroir tut sein Übriges. Zwischen Alpen und Adria entsteht ein Spannungsfeld aus kühlen Nächten und warmen Tagen. Die berühmten Ponca-Böden – brüchiger Mergel und Sandstein – zwingen die Reben tief zu wurzeln. In den Ebenen der Grave speichern Kieselsteine Hitze, im Karst kämpfen Reben im roten Kalkboden ums Überleben. Leichte Bedingungen sind das nicht. Aber große Weine entstehen selten im Komfort.

Friaul ist bis heute ein Grenzland: geografisch, kulturell, sprachlich. Italienisch trifft auf Friulanisch, Slowenisch auf österreichisches Erbe. Vielleicht erklärt genau das, warum die Weine hier nie beliebig sind. Sie wollen Haltung zeigen.

Friaul-Weine sind keine Mode. Sie sind Herkunft. Geschichte. Und eine klare Handschrift im Glas.