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Cordenossa 2023

 13,50 inkl. MwSt

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19,29 € / Liter
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Eine uralte Rebsorte aus dem Friaul, von Emilio Bulfon wieder zum Leben erweckt.

86 vorrätig

Weingut: Emilio Bulfon
Anbaugebiet: Friaul
Kostnotiz:Duft: Aromatisch komplex. Aromen von frischen roten Früchten (Kirsche, Johannisbeere, Sauerkirsche), schwarzen Früchten (Brombeeren, Heidelbeeren), blumige Noten (rote Rose), würzige Noten (schwarzer Pfeffer), zarte Note von Sahne-Erdbeer-Bonbons. Leichte frische, balsamische Note. Geschmack: Rund, mit einer schönen Säurestruktur; präsente Tannine, die sich mit der Reifung in der Flasche abrunden; anhaltend. Schöne Fruchtpersistenz im Nachgeschmack.
Speiseempfehlung:Gerichte mit kräftigen und mittleren Aromen. Halb gereifte Käsesorten. Frico (ein traditionelles Gericht aus dem Friaul). Blecs (eine Art Pasta) mit Karnischem Kaninchenragout, konfierten Tomaten und Taggiasca-Oliven. Zwetschken-Gnocchi. Rotes Fleisch, gegrillt und gebraten. Geflügel und Federwild: Wachteln, Fasan, gebratene Gans, Kaninchen, Taube. Bresaola aus dem Veltlin mit Rucola und Parmesan. Stockfisch nach Vicentiner Art.
trocken | 0,75l | 12,5 Vol%

Beschreibung

Emilio Bulfon ist ein Tüftler: Schon in den 1990ern war er  Teil einer Gruppe aus Ampelographen und Weinexperten, die seit Langem vergessene, friulanische Rebsorten wiederbelebten. So auch der Cordenòs – seit 2008 ist er dank Bulfon wieder offiziell im italienischen Rebsortenregister vertreten.

Im weiten, regnerisch-feuchten Flusstal des Tagliamento ist der Cordenossa zu Hause. Durch ihre lockere Traubenstruktur hat die Rebsorte eine besonders hohe Widerstandsfähigkeit gegen Fäulnis entwickelt und liefert verlässlich jedes Jahr gute Erträge.

Ein klarer, intensiver Duft nach roten Früchten und Beeren, ein feines Tannin im Geschmack und die rubinrote Farbe zeichnen den Cordenossa aus. Hervorragend geeignet für Pasta und Polenta sowie als Begleiter von rotem Fleisch oder Wild!

Friaul Banner

Friaul-Julisch Venetien – wo Geschichte, Grenzland und Charakter ins Glas kommen

Friaul ist kein lautes Weinbaugebiet. Es drängt sich nicht auf. Aber wer hinhört, merkt schnell: Hier erzählt jeder Wein eine Geschichte. Eine lange, manchmal widerspenstige – geprägt von Grenzverschiebungen, Fremdherrschaft, Erfindergeist und einem tiefen Respekt vor dem Boden.

Schon die Römer machten Friaul zu einem wichtigen Weinlieferanten. Später kamen Klöster, Patriarchen, Händler – und schließlich die Habsburger. Über Jahrhunderte stand ein großer Teil der Region unter österreichischer Verwaltung. Das hinterließ Spuren: nicht nur kulturell, sondern ganz konkret im Weinbau. Während andere Regionen an Rebkrankheiten zerbrachen, setzten die Habsburger hier auf Struktur, Rebschulen und Wissenstransfer – unter anderem aus Klosterneuburg. Internationale Sorten wie Sauvignon Blanc oder Pinot Grigio fanden damals ihren Weg ins Friaul. Und blieben.

Heute liegt die wahre Seele der Region in ihren autochthonen Rebsorten:
Friulano mit seiner feinen Kräuterwürze und dem bittermandeligen Schluss.
Ribolla Gialla – straff, säurebetont, fast kompromisslos frisch.
Schioppettino, Pignolo oder Tazzelenghe – Rotweine mit Ecken, Würze, Pfeffer, Tannin und Charakter. Keine Weine zum Gefallen, sondern zum Erinnern.

Das Terroir tut sein Übriges. Zwischen Alpen und Adria entsteht ein Spannungsfeld aus kühlen Nächten und warmen Tagen. Die berühmten Ponca-Böden – brüchiger Mergel und Sandstein – zwingen die Reben tief zu wurzeln. In den Ebenen der Grave speichern Kieselsteine Hitze, im Karst kämpfen Reben im roten Kalkboden ums Überleben. Leichte Bedingungen sind das nicht. Aber große Weine entstehen selten im Komfort.

Friaul ist bis heute ein Grenzland: geografisch, kulturell, sprachlich. Italienisch trifft auf Friulanisch, Slowenisch auf österreichisches Erbe. Vielleicht erklärt genau das, warum die Weine hier nie beliebig sind. Sie wollen Haltung zeigen.

Friaul-Weine sind keine Mode. Sie sind Herkunft. Geschichte. Und eine klare Handschrift im Glas.