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Blanc di Rugel 2023

 13,50 inkl. MwSt

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Voller Geschack und Geschichte steht uns der Ucelùt dank Emilio Buffon wieder zur Vefügung. Trocken, harmonisch und würzig – eine Weißweinrarität aus dem Friaul, die ihresgleichen sucht!

52 vorrätig

Weingut: Emilio Bulfon
Anbaugebiet: Friaul
Kostnotiz:Duft: Ausgewogene aromatische Komplexität. Reife Früchte, exotische Früchte (Pfirsich, Mango, Ananas), leichte Vanillenote, mineralische Note, balsamische Frische und eine leichte Zitrusfrische, die die reifen, runden Früchte ausgleicht. Geschmack: Rund, würzig, gut ausbalanciert mit Säure am Gaumen, anhaltend, Vanille- und zarte Fruchtnoten im Nachgeschmack.
Speiseempfehlung:Speiseempfehlungen: Vorspeisen, erste und zweite Gänge mit Fisch oder Fleisch, von mittlerer Struktur. Thunfisch- oder Schwertfischtartar; geräucherte Forelle aus San Daniele; roher Fisch; Gersten- und Kürbisrisotto; Kürbisravioli mit Butter und Salbei; Risotto mit Walnüssen, Birnen und Ziegenkäse; Safran-Orangen-Risotto mit Pistazienkrokant; Pilzrisotto; Gorgonzola-Risotto; friulanische Cjarsons (gefüllte Teigtaschen) und Zuf (Kürbis- und Maismehlsuppe aus Friaul); Perlhuhn mit Äpfeln und Spargel; Schweinebraten; Schweinefilet mit Äpfeln.
trocken | 0,75l | 13 Vol%

Beschreibung

Ucelùt ist eine alte Friauler Weißweinsorte, die seit Jahrhunderten in Norditalien angebaut wird. Früher war sie eine wichtige Rebsorte in der Provinz Pordenone, geriet jedoch in Vergessenheit, bis sie Emilio Bulfon in den 1980er Jahren wiederentdeckte. Eine vielversprechende, aber rare Weißweinsorte, anspruchsvoll im Anbau – aber wer sich, wie Bulfon, für sie einsetzt, hat ganz besondere Weine zu gewinnen.

Der Name Ucelùt leitet sich von dem italienischen Wort für Vogel – ucello – ab: Die Rebe zählt nämlich zu den „Uve Uccelline“, den Vogelweinbeeren, die nicht nur den italienischen ucelli besonders zusagen. Der Ucelùt sammelt leicht Zucker und bietet in kühleren Lagen genug Säure, um sogar für Süßweine geeignet zu sein. Besonders zum Tragen kommen die kalk- und sandhaltigen Böden der Region – sie verleihen diesem Wein eine feine Mineralität. Harmonisch und würzig, passt er ideal zu hellem Fleisch, Fischgerichten, feiner Pasta oder Risotto mit Frühlingsgemüse.

Friaul Banner

Friaul-Julisch Venetien – wo Geschichte, Grenzland und Charakter ins Glas kommen

Friaul ist kein lautes Weinbaugebiet. Es drängt sich nicht auf. Aber wer hinhört, merkt schnell: Hier erzählt jeder Wein eine Geschichte. Eine lange, manchmal widerspenstige – geprägt von Grenzverschiebungen, Fremdherrschaft, Erfindergeist und einem tiefen Respekt vor dem Boden.

Schon die Römer machten Friaul zu einem wichtigen Weinlieferanten. Später kamen Klöster, Patriarchen, Händler – und schließlich die Habsburger. Über Jahrhunderte stand ein großer Teil der Region unter österreichischer Verwaltung. Das hinterließ Spuren: nicht nur kulturell, sondern ganz konkret im Weinbau. Während andere Regionen an Rebkrankheiten zerbrachen, setzten die Habsburger hier auf Struktur, Rebschulen und Wissenstransfer – unter anderem aus Klosterneuburg. Internationale Sorten wie Sauvignon Blanc oder Pinot Grigio fanden damals ihren Weg ins Friaul. Und blieben.

Heute liegt die wahre Seele der Region in ihren autochthonen Rebsorten:
Friulano mit seiner feinen Kräuterwürze und dem bittermandeligen Schluss.
Ribolla Gialla – straff, säurebetont, fast kompromisslos frisch.
Schioppettino, Pignolo oder Tazzelenghe – Rotweine mit Ecken, Würze, Pfeffer, Tannin und Charakter. Keine Weine zum Gefallen, sondern zum Erinnern.

Das Terroir tut sein Übriges. Zwischen Alpen und Adria entsteht ein Spannungsfeld aus kühlen Nächten und warmen Tagen. Die berühmten Ponca-Böden – brüchiger Mergel und Sandstein – zwingen die Reben tief zu wurzeln. In den Ebenen der Grave speichern Kieselsteine Hitze, im Karst kämpfen Reben im roten Kalkboden ums Überleben. Leichte Bedingungen sind das nicht. Aber große Weine entstehen selten im Komfort.

Friaul ist bis heute ein Grenzland: geografisch, kulturell, sprachlich. Italienisch trifft auf Friulanisch, Slowenisch auf österreichisches Erbe. Vielleicht erklärt genau das, warum die Weine hier nie beliebig sind. Sie wollen Haltung zeigen.

Friaul-Weine sind keine Mode. Sie sind Herkunft. Geschichte. Und eine klare Handschrift im Glas.