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Fumo Rosso 2022

 22,50 inkl. MwSt

Fumo Rosso 2022

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32,14 € / Liter
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Rund um San Daniele dürfte die Heimat dieser Sorte liegen, die eine regionale Rarität darstellt.

25 vorrätig

Weingut: Emilio Bulfon
Anbaugebiet: Friaul
Kostnotiz:Duft: Intensive und komplexe Aromen. Noten von reifen roten Früchten und eine charakteristische rauchige Note, würzig. Geschmack: Trocken, von mittlerer Struktur mit einem leicht bitteren Abgang.
Speiseempfehlung:Geröstetes Brot mit Lardo (Speck), Petuccia und Pitina (italienische Fleischspezialitäten), geräuchertes Fleisch, Carne Salada (gepökeltes Rindfleisch). Pappardelle mit Wildschweinragout. Geschmorte Gerichte, Federwild, Wild, Braten von rotem Fleisch. Hirschsteak.
trocken | 0,75l | 13 Vol%

Beschreibung

Fumo Rosso – der natürliche Barrique-Wein

In Italien, zur Zeit der Römer, gab es weit über 2000 verschiedene Sorten, doch vieles davon liegt im Dunkeln. Das Ungewöhnliche und Erstaunliche am Fumo Rosso sind die natürlichen Rauchnoten, die an Barrique-Weine erinnern. Auch der Ursprung seines Namens wird unterschiedlich gedeutet. Es gibt zahlreiche Deutungen, darunter auch skurrile, die den Nebel als Ursache sehen.

Lassen wir diese Thesen beiseite – es ist ein besonderer Schatz aus vergangenen Zeiten. Bemerkenswert ist auch die deutlich längere Reifezeit am Rebstock – während andere Sorten bereits als Most im Keller lagern, reift der Fumo Rosso noch am Stock. Rund um San Daniele dürfte die Heimat dieser Sorte liegen, die eine regionale Rarität darstellt. Das Weingut Bulfon hat sich auf alte, vergessene Sorten spezialisiert. Diese Idealisten suchen nach seltenen Raritäten und haben mit dem Fumo Rosso etwas Einzigartiges bewahrt – den Barrique-Ton ohne Holz. Erstaunlich – probieren Sie ihn!

Friaul Banner

Friaul-Julisch Venetien – wo Geschichte, Grenzland und Charakter ins Glas kommen

Friaul ist kein lautes Weinbaugebiet. Es drängt sich nicht auf. Aber wer hinhört, merkt schnell: Hier erzählt jeder Wein eine Geschichte. Eine lange, manchmal widerspenstige – geprägt von Grenzverschiebungen, Fremdherrschaft, Erfindergeist und einem tiefen Respekt vor dem Boden.

Schon die Römer machten Friaul zu einem wichtigen Weinlieferanten. Später kamen Klöster, Patriarchen, Händler – und schließlich die Habsburger. Über Jahrhunderte stand ein großer Teil der Region unter österreichischer Verwaltung. Das hinterließ Spuren: nicht nur kulturell, sondern ganz konkret im Weinbau. Während andere Regionen an Rebkrankheiten zerbrachen, setzten die Habsburger hier auf Struktur, Rebschulen und Wissenstransfer – unter anderem aus Klosterneuburg. Internationale Sorten wie Sauvignon Blanc oder Pinot Grigio fanden damals ihren Weg ins Friaul. Und blieben.

Heute liegt die wahre Seele der Region in ihren autochthonen Rebsorten:
Friulano mit seiner feinen Kräuterwürze und dem bittermandeligen Schluss.
Ribolla Gialla – straff, säurebetont, fast kompromisslos frisch.
Schioppettino, Pignolo oder Tazzelenghe – Rotweine mit Ecken, Würze, Pfeffer, Tannin und Charakter. Keine Weine zum Gefallen, sondern zum Erinnern.

Das Terroir tut sein Übriges. Zwischen Alpen und Adria entsteht ein Spannungsfeld aus kühlen Nächten und warmen Tagen. Die berühmten Ponca-Böden – brüchiger Mergel und Sandstein – zwingen die Reben tief zu wurzeln. In den Ebenen der Grave speichern Kieselsteine Hitze, im Karst kämpfen Reben im roten Kalkboden ums Überleben. Leichte Bedingungen sind das nicht. Aber große Weine entstehen selten im Komfort.

Friaul ist bis heute ein Grenzland: geografisch, kulturell, sprachlich. Italienisch trifft auf Friulanisch, Slowenisch auf österreichisches Erbe. Vielleicht erklärt genau das, warum die Weine hier nie beliebig sind. Sie wollen Haltung zeigen.

Friaul-Weine sind keine Mode. Sie sind Herkunft. Geschichte. Und eine klare Handschrift im Glas.