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Zierfandler „Sinfonie“ 2019

 28,20 inkl. MwSt

Zierfandler „Sinfonie“ 2019

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Die weiße, urtypisch österreichische Rebsorte ist eine Kreuzung zwischen einem Traminer ähnlicher Sorte mit dem Roten Veltliner.

24 vorrätig

Anbaugebiet: Thermenregion
Kostnotiz:Mittleres Goldgelb mit feinen Silbereflexen. Vielschichtiges Bukett mit Aromen reifer Tropenfrüchte, Birne und Blütenhonig, unterlegt von einem Hauch Karamell. Am Gaumen saftig und komplex mit feiner Nougatnote und weißem Apfel im Abgang. Der mineralisch-salzige Nachhall wird von Nuancen von Curry und Kardamom im Finale begleitet. Ein großartiger Speisebegleiter mit beeindruckender Länge.
Speiseempfehlung:Speiseempfehlung: Kalbsbraten, Kalbsbries, Artischocken, geräucherter Fisch, Kartoffelauflauf, Kaninchen mit Eierschwammerl, gebackenes Spanferkel, allgemein zu cremigen-sämigen Saucen, leicht gewürzte Currygerichte, Kalbsrahmgeschnetzeltes mit Trüffel- Erdäpfel-Gratin
trocken | 0,75l | 13,5%

Beschreibung

Eine Rarität. Die weiße, urtypisch österreichische Rebsorte ist eine Kreuzung zwischen einem Traminer ähnlicher Sorte mit dem Roten Veltliner. Wegen der rötlichen Färbung der Trauben bei Vollreife wird sie häufig auch als „Spätrot“ bezeichnet. Über den Zierfandler soll Josef Haydn einmal gesagt haben: „Wenn ich einen Zierfandler trinke, dann kommen die Töne nur so von alleine.“ Auf Grund des kraftvollen und vielschichtigen Stils wurde der Wein „Sinfonie“ getauft.

Weingut Piriwe

Der stille König der Thermenregion: „Pepi“ Piriwe

„Pepi“ Piriwe bewahrt eine Art des Weinmachens, die heute beinahe verschwunden ist. Seine Weine entstehen aus dem tiefen Verständnis für einen außergewöhnlichen Ort, dessen Geschichte einst weit über die Grenzen Österreichs hinausreichte.

Heute unfassbar, aber die Region rund um Gumpoldskirchen entwickelte sich durch die Klimaanomalie, bedingt durch die von der Thermenlinie ausgelösten „Fußbodenheizung“, zu einem Weinort, der bis 1914 sogar in Frankreich als einer der drei besten Weinorte der Welt definiert wurde – gleichgestellt mit Bordeaux. Französische Weingüter wie z. B. das Château d’Yquem studierten vor Ort, wie die reifen Weine von großer Fülle hergestellt wurden. Das Château d’Yquem versuchte, durch das Auflegen von Steinplatten als Wärmespeicher für große natursüße Weine ähnliche Voraussetzungen wie in der Region Gumpoldskirchen zu schaffen. Eine französiche Familie, die einst vor Ort diese Machart und Gegebenheiten studierte, blieb einfach da – die Vorfahren von „Pepi“ Piriwe.

Piriwe, ein ganz stiller Mensch, betreibt knapp 15 Hektar Weingärten aus sorgsam ausgewählten Rieden, die den großen Ruf in der Alten Welt hatten. Seine Machart ist heute fast ausgestorben, weil im Grunde unmöglich, außer man betreibt den Weinbau für sich als faszinierendes Naturerlebnis wie in der Zeit vor Chemie. So reifen beispielsweise mehr als 15.000 Flaschen mancher Weine sogar über Jahrzehnte, bis sie ihr absolutes Können an Genuss und Freude entfalten und schließlich in den Verkauf gelangen. Seine Welt ist nicht die von Gestern, sondern alles, was die Rebe kann – auch im Zeitgeist. So sind etwa auch die Natural-Orange Weine sein Bemühen wert – das zeigt der Gaumen.

Anbaugebiet Thermenregion

Thermenregion

Ein Mosaik ohne Vergleich, dass durchaus weltweit so gesehen werden kann. Beginnend im Steinfeld rund um die Gemeinden Tattendorf und Teesdorf. Bis 1918 gehörten die Weine aus diesem Gebiet laut Kataster immer zu A Sorten die in anderen Regionen sonst als B Sorten bezeichnet und qualifiziert wurden. Konkret hier zu nennen wäre der Blaue Portugieser. Stand er im Steinfeld war er eine A Sorte – in allem anderen Gebieten der Monarchie war er eine B Sorte. Der besondere Boden und das Mikroklima lässt bestimmte Sorten einzigartig werden und die Natur lässt auf den kargen Böden nur sehr geringe Ernten zu.  In den Zeiten wo Masse und Tiefpreis bestimmen lässt sich der von der Natur aufgezwungen Weg mit Kleinsternten nur mehr sehr schwer verfolgen. Aber bei akribischer Suche finden sich in diesem Gebiet besondere und einzigartige Weine. Ein Steinwurf vom Steinfeld entfernt, liegt Baden und Soos mit ihren Weinbergen eine völlig andere Welt. Hier kühlt im Vergleich zur Ebene des Steinfelds der kühle Wind von den Bergen und forciert so die Frutchsäure Entwicklung.

Der besondere Boden und das Mikroklima lässt bestimmte Sorten einzigartig werden und die Natur lässt auf den kargen Böden nur sehr geringe Ernten zu.

Anbaugebiet Thermenregion
Weinbauregion Thermenregion ©ÖWM

In Kottingbrunn, einst ein bedeutender Ort, – heute bedarf es des Navi diesen Ort  zu finden – gab es einmal die größte Galopprennbahn der alten Welt, wo sich der Adel und die Reichen trafen und die Weine im Übermaß lobten. In Vöslau war der Sitz des größten Weinhändlers der alten Welt; Schlumberger – Er leiferte nach England, Indien, USA, Kanada, Madras und überall dorthin wo das Englische Weltreich herrschte. Denn der offizielle Wein des Houses of Commons war der Red Vöslauer – heute Blauer Portugieser genannt. In diesen Ort wurde auch nach Ende der Reblauskatastrophe ein turmartiges Schloss als Denkmal über den Sieg über die Reblaus errichtet – der Lausturm.

Weiter zu Perchtoldsdorf, ein Ort wo schon Mark Twain als Heurigen Gast  begrüßt wurde, als er damals die weltberühmte Kaltwasser Kur in Kaltenleutgeben besuchte – Ob er Henryk Sienkiewicz dem Autor von Quo Vadis ebenfalls bei einem Heurigen traf, denn dieser kurte ebenfalls in Kaltenleutgeben, ist eine Hypothese. Selbst in diesem sehr kleinen Weinort  sind 4 völlig differenzierte Klimaten und Böden vorhanden, die jeweils andere eigenständige Weine ergeben.

In Traiskirchen wiederum trafen sich in den Winzerkellern die verschiedenen Regionsspezifischen Weine. Denn die Winzer in diesen Ort hatten  Weingärten im Steinfeld der absoluten Ebene, aber auch Weingärten auf dem Anniger (Bergweinbau).

In Bad Fischau  sind die Weine herb fruchtig – frische Weine und zu 100% anders als wie in Traiskirchen oder Günselsdorf.

Fehlt da nicht noch etwas? Gumpoldskrichen  – gab es doch auch.  Stimmt Gumpoldskirchen ist im Grunde ein Drama – dieser Ort wurde auch in Frankreich zu den 3 besten Weinorten der Welt gezählt. Die weltweit einzigartige Anomalie der Thermenlinie, bewirkt in Gumpoldskirchner Kessel eine um 3 Grad höhere Bodentemperatur als in diesem Breitengrad üblich ist.   Früher war die Stockkultur also Erdnäher als die heute gebräuchliche Hochkultur. Die Stöcke erhielten die Abwärme des Bodens – und erreichten natürliche Reifegrade die mit hohem natürlichen Zuckerrest Raritäten des Weltmarktes waren. Hinzu kommt die zweite wesentliche Stärke: die kalten Winde vom Anniger mit enormen Nachtabsenkungen. Diese zwingen Weinstöcke Weinsäure zu bilden. Das heißt überreife Weine mit fruchtigen Säuren  waren das Ergebnis. Was wenige Wissen: Chateau Yquem lernte hier sein System kennen, da die Bodenheizung in Frankreich fehlte legten sie Steinplatten in den Weingärten auf, um die Hitze zu speichern und so erhielten sie reife Weine wie in Gumpoldskirchen. Der Ruf des Gumpoldskirchner Weines führte dann dazu, dass man auch in anderen Regionen einen „Gumpoldskirchner“ erzeugte, da die Herkunft in den 60igern und 70igern des vorigen Jahrhunderts nicht so genau genommen wurde.  Die Weine waren aber süß, grauslich und billigst. So ging das Image von Einst verloren.  Gumpoldskirchen hat nur 420 Hektar Weingarten und es wurden damals Gumpoldskirchner geliefert die theoretisch 6000 ha Rebfläche benötigt hätten.
Aber Gumpoldskirchen ist nur ein Ort  in einer Perlenkette des Besonderen, auch wenn es übertrieben klingt. Die Theremenregiohn ist eine sehr kleine Region die von der offiziellen österreichischen Weinwirtschaft in ihre Bedeutung  übersehen wird und ruht.

Die Thermenregion die vom Massenweinbau bis auf eine Ausnahme übersehen wurde, bietet heute kleinstrukturierte tolle Betriebe mit viele besonderen Bedingungen für den Weinbau – es lohnt sich diese Region kennen zu lernen.

Die weltweit einzigartige Anomalie der Thermenlinie, bewirkt in Gumpoldskirchner Kessel eine um 3 Grad höhere Bodentemperatur als in diesem Breitengrad üblich ist.